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Die letzten Momente von Haus Reiche

Aufrecht bis zum Schluss

BÜCKEBURG. Es wirkte fast, als wolle es nicht weichen: Während die Baggerschaufel im Inneren von „Haus Reiche“ bereits Zimmer um Zimmer einriss, stand die Fassade des früheren Baudenkmals an der Herminenstraße samt seinem stolzen Giebel noch Donnerstagmittag aufrecht bis zum Schluss. Der blaue Himmel spiegelte sich in den noch immer intakten Fensterscheiben; lediglich ein schmaler Riss, der sich durch das Mauerwerk zog, deutete das nahende Ende des Gebäudes an.

veröffentlicht am 08.11.2018 um 14:53 Uhr
aktualisiert am 08.11.2018 um 19:20 Uhr

Kurz vor dem Fall: Fassade und Giebel von Haus Reiche. Foto: tw
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Derweil nahmen Facebook-Nutzer wie Kord Friedrich Schramme im Netz auf ihre ganz persönliche Art und Weise Abschied von Haus Reiche: „Da hat meine Mutter viel Jahre gearbeitet. Ich bin in den Krankenhauskindergarten gegangen. Da gab’s hinterm Krankenhaus einen Spielplatz mit einer großen Holzeisenbahn. Und im Sommer hat’s vom Küchenchef für uns Kinder immer ein Eis gegeben. Später hab‘ ich da in den Sommerferien immer ein Praktikum gemacht. Und hier ist auch mein ältester Sohn auf die Welt gekommen.“ tw




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