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Neues Einsatzfahrzeug kommt erst Mitte Februar / Beförderungen bei der Ortsfeuerwehr Rusbend

Auslieferung verzögert sich

RUSBEND. Die Aktiven der Ortsfeuerwehr Rusbend müssen länger als gedacht auf das bereits im Dezember 2017 von der Stadt Bückeburg bestellte neue Einsatzfahrzeug Typ MLF (Mittleres Löschfahrzeug) warten. Grund hierfür ist nach Auskunft von Jens Brackmann, dem stellvertretenden Ortsbrandmeister, die erforderliche Nachrüstung einer speziellen Frontstoßstange, an der zwei Schäkel angebracht sein müssen.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 11:05 Uhr
aktualisiert am 07.01.2019 um 19:30 Uhr

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Jens Brackmann (l.) und der stellvertretende Stadtbrandmeister Oliver Liese (r.) mit den beförderten Brandschützern. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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RUSBEND. Die Aktiven der Ortsfeuerwehr Rusbend müssen länger als gedacht auf das bereits im Dezember 2017 von der Stadt Bückeburg bestellte neue Einsatzfahrzeug Typ MLF (Mittleres Löschfahrzeug) warten. Grund dafür ist nach Auskunft von Jens Brackmann, dem stellvertretenden Ortsbrandmeister, die erforderliche Nachrüstung einer speziellen Frontstoßstange, an der zwei Schäkel angebracht sein müssen. Das sind u-förmige, mit einem Steckbolzen versehene Befestigungsmöglichkeiten, an denen das Gefährt von einem anderen Fahrzeug mittels Abschleppseil oder -stange gezogen werden kann. Dies für den Fall gedacht, dass das MLF während eines Einsatzes nicht mehr mit dessen eigener Motorkraft von der Stelle zu bewegen sein sollte.

Der Auftrag für den Bau des MLF sei einem in Rehden ansässigen Unternehmen (Aufbauhersteller) erteilt worden, berichtete Brackmann bei der jetzigen Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr. „Liefertermin sollte der 31. Januar 2019 sein.“ Tatsächlich werde das neue Einsatzfahrzeug (das ein schon mehr als 25 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug Typ LF 8 ersetzen soll) aber erst Mitte Februar oder im März fertig sein.

Da das bestellte MLF ein Fahrzeuggewicht von mehr als 7,5 Tonnen hat, müsse dies gemäß der „Abnahmebedingungen“ der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) vorne mit einer entsprechend modifizierten Stoßstange ausgerüstet sein, erklärte der Vize-Ortsbrandmeister. Von dieser Notwendigkeit habe die Ortsfeuerwehr Rusbend allerdings erst nach einer NABK-Prüfung erfahren, bei der es um das MLF der Ortsfeuerwehr Scheie gegangen sei. „Zu dem Zeitpunkt stand das Fahrgestell aber schon beim Aufbauhersteller auf dem Hof.“

Und da sich die Verwaltung der Stadt Bückeburg, die Ortsfeuerwehr Rusbend und das Rehdener Unternehmen „nicht zügig einigen konnten“, wer die für die Nachrüstung anfallenden Mehrkosten trägt, könne der ursprüngliche Liefertermin nicht mehr eingehalten werden, so Brackmann. Hinsichtlich der Kostenfrage sei inzwischen jedoch eine Einigung erzielt worden.

Das neue MLF ist indes nicht das einzige Projekt, das bei der aktuell 211 Mitglieder (davon 31 Aktive, zwölf Jugendfeuerwehr- und elf Kinderfeuerwehr-Mitglieder) zählenden Ortsfeuerwehr Rusbend in diesem Jahr auf der Agenda steht. So bedarf deren Feuerwehrgerätehaus, in das 2018 bereits neue Hallentore eingebaut worden sind, noch weiterer Renovierungen. Dazu hat sich laut Brackmann innerhalb der Ortsfeuerwehr eine „Renovierungsgruppe“ gebildet, die sich dieser Aufgabe ehrenamtlich annehmen will. Entsprechende Gespräche mit dem städtischen Gebäudemanagement sowie einen Ortstermin hat es schon gegeben. „Sobald Zeit ist, kann es also auch hiermit losgehen“, sagte der Vize-Brandmeister.

Als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bückeburg kündigte Horst Schwarze an, dass in diesem Jahr auch eine gesetzlich geforderte Absauganlage in der Fahrzeughalle eingebaut werden wird. Mit dieser sollen etwaige Abgase der Fahrzeuge aus dem Feuerwehrgerätehaus abgeführt werden – im Interesse der Gesunderhaltung der Aktiven.

Anlässlich der Jahresversammlung wurden mehrere Brandschützer befördert (neuer Dienstgrad in Klammern): Jonathan Buchmann (Feuerwehrmann), Jessica Sohler (Feuerwehrfrau), Cord Meier (Hauptfeuerwehrmann), Ingo Tolkien (Hauptfeuerwehrmann) und Marius Andrei (Erster Hauptfeuerwehrmann).




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