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Nach wochenlanger Verzögerung geht’s los / Autofahrer müssen lange Umleitung in Kauf nehmen / Kosten: 700000 Euro

Bauarbeiten in Warber beginnen – Vollsperrung

WARBER. Mit gut 13 Wochen Verspätung sollen am kommenden Montag, 25. Oktober, endlich die Bauarbeiten für die Sanierung der Landesstraße 450 in Warber beginnen. Das hat die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Nachfrage mitgeteilt. Eigentlich hätten die Arbeiten schon in den Sommerferien beginnen sollen.

veröffentlicht am 22.10.2021 um 09:07 Uhr
aktualisiert am 22.10.2021 um 12:26 Uhr

Leonhard Behmann

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Untersuchungen des Asphalts der jetzigen Fahrbahndecke, die im Labor durchgeführt werden mussten, hatten den Baubeginn jedoch verzögert. Erst im September konnte deswegen die Bauarbeiten ausgeschrieben werden (wir berichteten). Nun geht alles ganz schnell. Arbeiter der Firma Strabag stellten am Donnerstagnachmittag bereits die ersten Sperrbaken und Schilder am Straßenrand bereit. Auch zwei provisorische Ampeln müssen erst noch aufgebaut werden – sie sollen den Verkehr auf der Umleitungsstrecke an den Kreuzungen Ziegeleistraße/Hauptstraße in Deinsen und Echtorfer Straße/Tallenser Straße/Echtorfer Höfe bei Echtorf regeln. Ab Montag wird die Landesstraße 450 zwischen der Kreuzung Warbersche Straße (L450)/Echtorfer Straße/Meinser Straße und der Einmündung Heveser Straße (K15) in beide Richtungen voll gesperrt. Autofahrer müssen dann größere Umwege in Kauf nehmen, um von Bückeburg nach Rusbend oder umgekehrt zu kommen. Die Umleitung führt von Rusbend über die Landesstraße 446 nach Deinsen und über die der Kreisstraße 12 (Seggebruch und Achum) bis zur Bundesstraße 65 beziehungsweise der Landesstraße 450 am Ortseingang von Bückeburg – sie gilt auch umgekehrt. Nach Angaben des Leiters der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, Markus Brockmann, wird zunächst die alte Deckschicht abgefräst. Anschließend werden in dem ersten Bauabschnitt die Gossen und teilweise auch die Bordsteine erneuert. Im Kreuzungsbereich muss zudem im Zuge der Straßenbauarbeiten von den Stadtwerken Schaumburg-Lippe eine neue Wasserleitung verlegt werden, heißt es. Während die Arbeiten in dem ersten von insgesamt vier Bauabschnitten laufen, wird zwischen der Kreuzung Warbersche Straße (L450)/Echtorfer Straße/Meinser Straße und dem Ortseingang (von Bückeburg gesehen) bereits an den Gossen gearbeitet. „Sie werden schon mal erneuert, damit der Bereich später nicht so lange voll gesperrt werden muss“, erklärt Brockmann. Dafür wird eine Baustellenampel aufgestellt und der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. Am 8. November sollen die Arbeiten im ersten Abschnitt abgeschlossen sein. Dann wird der Bereich zwischen der Kreuzung und dem Ortseingang voll gesperrt. Ende November wollen die Arbeiter fertig sein. Für Anwohner wird im Bereich der Baustelle in Abstimmung mit der Baufirma ein eingeschränkter Anliegerverkehr möglich sein. Die Sanierung der insgesamt 840 Meter langen Ortsdurchfahrt von Warber kostet nach Angaben der Landesbehörde 700000 Euro. Auch die Fahrbahn an der Unfallkreuzung Warbersche Straße (L 450)/Echtorfer Straße (K14) /Meinser Straße (K 3) wird saniert. Haltelinien oder Stopp-Schilder in 3-D-Optik werden nach Angaben von Brockmann nicht auf die neue Fahrbahn gemalt. Sie seien „nicht rechtssicher“, erklärt der Leitende Baudirektor. Auch eine Ampel und ein Kreisverkehrsplatz (Kreisel) können laut Experten nicht gebaut werden. Vorerst soll deshalb versucht werden, die Situation mit größeren Schildern und neuen Markierungen zu entschärfen, kündigt Brockmann an. Wenn die Straßensanierung abgeschlossen ist, folgt später der Neubau des Geh- und Radweges. Er musste aufgrund von größerem Planungsaufwand im Vorfeld verschoben werden (wir berichteten). Wann genau damit begonnen werden kann, ist noch unklar.




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