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Chance auch für Einzelbewerber?

Behindertenbeirat wiederbeleben

BÜCKEBURG. Mit dem Thema Behindertenbeirat befasste sich wieder einmal der Ratsausschuss für Jugend und Familie. Inzwischen sind die letzten beiden Beiratsmitglieder zurückgetreten – das Gremium ist also nicht mehr arbeitsfähig. Die Aufgaben werden vorübergehend vom Seniorenbeirat mit wahrgenommen.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 13:10 Uhr

Der Beirat soll die Interessen von Menschen mit Behinderung oder Handicap wahrnehmen. Symbolfoto: Archiv
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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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Doch wie soll es weitergehen, wie kann die Arbeit des seit Monaten dahinsiechenden Behindertenbeirats wieder belebt werden? Fachgebietsleiter Christian Schütte von der Stadtverwaltung sagte, es müssten nun vorgezogene Neuwahlen veranlasst werden. Ein Aufruf der Stadt an behinderte Mitbürger, sich zu engagieren, habe keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Meike Schatz, sachkundige Bürgerin im Ausschuss, berichtete dagegen, dass es durchaus Interesse gebe. Der Ausschuss appellierte daher noch einmal ausdrücklich an alle Interessierten, sich bei der Stadtverwaltung zu melden.

Als problematisch könnte sich aber erweisen, wenn die Interessierten keiner Gruppe oder keinem Verein angehörten, die sich in der Behindertenarbeit engagierten. Laut Satzung werden die Mitglieder des Behindertenbeirates nämlich in einer Delegiertenversammlung in geheimer Wahl gewählt. Behindertenvereine, Verbände, Selbsthilfegruppen oder sonstigen Gruppierungen stellen jeweils zwei wahlberechtigte Delegierte und schlagen Kanidaten vor. Die Bestimmungen müssten eventuell so abgeändert werden, damit sich auch Einzelkandidaten auf einen Sitz im Beirat bewerben könnten.

Angedacht war auch schon einmal die Zusammenlegung von Behinderten- und Seniorenbeirat. Diesem Vorschlag stehen aber die Senioren nach wie vor skeptisch gegenüber.

Der Behindertenbeirat berät die Verwaltung sowie die politischen Gremien in Fragen der Belange behinderter Menschen und vertritt diese gegenüber der Stadt und anderer Institutionen. Er wird an allen für Behinderte wichtigen Entscheidungen der Stadt beteiligt. Das Gremium soll auch eigene Initiativen entwickeln.




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