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Bei Neschen wird alles gedreht

Bückeburg. „2013 wird noch schwer genug, trotz aller Aktivitäten die wir 2012 angestoßen haben. Aber wir haben das Kerngeschäft gedreht, wir haben die Struktur gedreht und wir haben die Unternehmenskultur gedreht, sodass Ende 2013 wohl Erfolge zu sehen sind.“

veröffentlicht am 07.06.2013 um 16:27 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:41 Uhr

07. Juni 2013 16:27 Uhr

Bückeburg. „2013 wird noch schwer genug, trotz aller Aktivitäten die wir 2012 angestoßen haben. Aber wir haben das Kerngeschäft gedreht, wir haben die Struktur gedreht und wir haben die Unternehmenskultur gedreht, sodass Ende 2013 wohl Erfolge zu sehen sind.“

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Bückeburg. „2013 wird noch schwer genug, trotz aller Aktivitäten die wir 2012 angestoßen haben. Aber wir haben das Kerngeschäft gedreht, wir haben die Struktur gedreht und wir haben die Unternehmenskultur gedreht, sodass Ende 2013 wohl Erfolge zu sehen sind.“ Der das sagt ist der Neschen-Vorstand Henrik Felbier, der Anfang 2012 als Sanierer in das Unternehmen geholt wurde. Er ist nach den Abgängen der Vorstände Dr. Norbert Dietrich und Stefan Zinn der einzige verbliebene Vorstand. In einigen Wochen kommt Verstärkung. Dann werde der Aufsichtsrat einen neuen Technik-Vorstand berufen, kündigte Felbier im Gespräch mit unserer Zeitung an. Felbier hat dem seit Jahren kriselnden Konzern das Programm „Cut & Grow“ verordnet: sich von defizitären Töchtern und veralteten Produkten trennen und mit neuen, profitablen Produkten neue Geschäftsfelder außerhalb des angestammten Kerngeschäfts zu erschließen.
Am Donnerstag legte das Unternehmen sowohl den Geschäftsbericht 2012 als auch die Zahlen für das erste Quartal 2013 vor. Sie zeigen zwar sinkende Umsätze (2012: 87,7 Millionen, 2011: 98,92 Millionen), größtenteils durch die Schließung des Werks in Großbritannien und den Verkauf der tschechischen Tochter, wie Felbier erläuterte. Gleichzeitig verbesserten sich aber 2012 wichtige Kennzahlen: Die operative Rohertragsmarge stieg auf 43,9 Prozent (2011: 42,2 Prozent), das EBIT, also der Gewinn vor Steuern und Zinsen, auf 1,2 Millionen Euro (2011: 0) und das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich auf ein Minus von zwei Millionen Euro (2011: minus drei Millionen).
Belastet wird das Ergebnis 2012 durch eine ganze Reihe von Sondereffekten. Knapp eine Million Euro wurden an Abfindungen gezahlt, davon 298000 Euro an Stefan Zinn, der inzwischen für den Holzverarbeiter Pfleiderer arbeitet. Beratungskosten schlugen mit knapp 1,5 Millionen Euro zu Buche: 406 000 Euro kosteten allein die Prozesse und Rechtsstreitigkeiten, die nach Auskunft des Unternehmens inzwischen bis auf ein schwebendes Verfahren alle beendet sind. 833 000 Euro fielen an Beratungskosten für den Sanierer Felbier Mall an, darin enthalten ist das Vorstandssalär von Felbier in Höhe von 320 000 Euro.

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