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Hochinteressante Sachen gehört

Bergdorfer Schnatgänger besuchen DRK-Rettungswache

BERGDORF. Durchschnittlich alle 15 Minuten rückt der DRK-Rettungsdienst in Schaumburg zu einem Einsatz aus. Das summierte sich 2018 auf rund 40 000 Hilfeleistungen. Interessantes über das Rettungs- und Krankentransportwesen haben die Bergdorfer Schnatgänger bei einem Besuch der Rettungswache in Erfahrung gebracht.

veröffentlicht am 06.03.2019 um 11:38 Uhr
aktualisiert am 06.03.2019 um 16:50 Uhr

Die Bergdorfer Schnatgänger unterwegs im Gewerbegebiet Kreuzbreite. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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BERGDORF. Durchschnittlich alle 15 Minuten rückt der DRK-Rettungsdienst in Schaumburg zu einem Einsatz aus. Das summierte sich im zurückliegenden Jahr landkreisweit auf rund 40 000 Hilfeleistungen. Am Standort Bückeburg wurden 2018 rund 6500 Alarmierungen registriert. Das und zahlreiche weitere Informationen über das Rettungs- und Krankentransportwesen haben die Bergdorfer Schnatgänger bei einem Besuch der in der Kreuzbreite angesiedelten Rettungswache in Erfahrung gebracht.

Als Ansprechpartner stand den rund 50 Teilnehmern Standortleiter Thomas Beckmann zur Verfügung. Wie der Gastgeber erläuterte, kümmern sich in den sechs Schaumburger Rettungswachen etwa 130 fest angestellte Fachleute mit vier Notarzteinsatzfahrzeugen, 15 Rettungswagen und fünf Krankentransportwagen um die Erledigung der Aufträge – in 38 Gemeinden, auf insgesamt 675 Quadratkilometern, rund um die Uhr. Im 2005 eröffneten Bückeburger Standort sind gegenwärtig 18 Kräfte (davon vier Auszubildende) beschäftigt.

Ziel ist es, im Notfall innerhalb von maximal 15 Minuten vor Ort zu sein. „Meistens sind wir schneller“, sagte Beckmann. Bei einem Einsatz hätten die Alarmierten, die jeweils 24 Stunden am Stück Bereitschaft und danach drei bis vier Tage frei haben, zwei Minuten Zeit um auszurücken. Außer auf Schnelligkeit wird beim DRK viel Wert auf die Ausbildung und die Kompetenz der Mitarbeiter gelegt. „Nach Abschluss der dreijährigen Lehrzeit können unsere Fachkräfte auch zahlreiche Aufgaben erledigen, die sonst nur Ärzten erlaubt sind“, erklärte der Gastgeber.

Gerd Vogel (von rechts) und Thomas Beckmann nehmen die Teilnehmer an der Rettungswache in Empfang. Foto: bus

Auf das besondere Interesse der Besucher stieß ein mit elektrohydraulischer Trage ausgestattetes Fahrzeug, das Transporte von bis zu 300 Kilogramm wiegenden Personen ermöglicht. „Das wird pro Jahr rund 70 Mal angefordert“, gab Beckmann zu verstehen. Weitere Nachfragen betrafen den Missbrauch der Dienste – „kommt leider vor, manchmal würde der Hausarzt reichen“, lautete die Antwort – und ein etwas abseits in der Fahrzeughalle stehendes Motorrad. Die 2016 angeschaffte Maschine kommt bei Großschadenslagen mit mehr als 30 Betroffenen als Meldefahrzeug zum Einsatz.

„Heute haben wir viele hochinteressante Sachen gehört“, legte Ortsvorsteher Gerd Vogel dar, der die Schnatgänger anschließend mit auf eine große Runde durch die Ortschaft nahm. Erste Station war der vom städtischen Bauhof renovierte Spielplatz am Eichholz. Im Verlauf der „Tiefen Straße“ sollen einige Stolperstellen beseitigt, am Waldschlösschen mehrere Büsche entfernt werden. Darüber hinaus ist geplant, im Neubaugebiet „Am Bergdorfer Weg“ eine Blumenwiese anzulegen.




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