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Polizei bestätigt Köderfunde in Meinsen-Warber / Beamte mahnen Hundehalter zur Vorsicht

Bestätigt: Giftköder in Meinsen-Warber

MEINSEN-WARBER. Nachdem in Meinsen und Warber offensichtlich mindestens ein Dutzend Giftköder aufgetaucht sind, geht bei Hundehaltern in den Ortschaften die Angst um. Einer von ihnen, der Warberaner Martin Schenkendorf-Freymüller, informierte gestern die Redaktion. „Es handelt sich um ausgehöhlte Fleischwürste, die innen mit blauen und roten Rattengift-Körnern gefüllt sind“, berichtet Schenkendorf-Freymüller.

veröffentlicht am 18.12.2018 um 16:08 Uhr
aktualisiert am 18.12.2018 um 18:10 Uhr

Alle Giftköder haben die gleiche Machart.

Autor:

THOMAS WÜNSCHE

Er selbst hatte zwei dieser Köder gefunden, als er mit seinem Husky Gassi ging – und ist alarmiert, zumal: „Mein Hund hatte selbst einmal eine Vergiftung durch einen solchen Köder.“

Auch Susi Dellin hat in Meinsen Giftköder gesichtet und die Redaktion über Facebook informiert. Über die Presse möchten die beiden jetzt erreichen, dass auch Hundehalter, die noch ahnungslos sind, gewarnt werden.

Die Polizei Bückeburg bestätigt derweil die Existenz dieser Giftköder zumindest indirekt: „Wir haben Ansätze zu vermuten, dass diese Angaben stimmen“, so Pressesprecher Matthias Auer am Dienstagnachmittag auf Anfrage der Redaktion. Die Beamten hätten Ermittlungen aufgenommen – möchten aus taktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mehr sagen. Sie mahnen Hundehalter im Bereich des Mittellandkanals aber zu besonderer Vorsicht.

2 Bilder
Der Fundort eines Giftköders im Gras.

„Die Köder liegen im Bereich Rieheweg und Kriegerstraße Richtung Kanal“, so Schenkendorf-Freymüller. Dellin hat sie ebenfalls im Bereich Riehestraße gesehen. Inzwischen wird in der Facebook-Gruppe „Unser Meinsen-Warber-Achum“ bereits eifrig über die Giftköder diskutiert. Sie sollen den Beobachtungen zufolge seit etwa fünf Tagen ausliegen. Dabei soll die Machart bei allen Ködern die gleiche sein.

Während in Meinsen-Warber in der Vergangenheit noch keine Giftköder aufgetaucht sein sollen, ist das im Umfeld des Ortes offenbar anders: „Im vergangenen Jahr lagen Köder entlang des Mittellandkanals zwischen Rusbend, Hespe und Niedernwöhren aus“, berichtet Schenkendorf-Freymüller aus eigener Erfahrung. Bei denjenigen, die jetzt in Meinsen-Warber ausgelegt worden seien, soll es sich um die gleiche Machart wie damals handeln.




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