weather-image
Bisher keine Erschütterungs-Schäden in der Nachbarschaft / Fünf Groß-Bagger im Einsatz

Bethel-Abbruch voll im Zeitplan

BÜCKEBURG. „Läuft gut – was das ,Legen’ der Gebäude angeht, sind wir voll im Zeitplan.“ Mit diesen Worten kommentiert Uwe Panneke, Leiter Kalkulation bei der Hamelner Firma „Abbruch Otto“ den aktuellen Stand der Rückbau-Arbeiten auf dem Bethel-Gelände. Dort wird derzeit mit dem Abbruch des Nordflügels des ehemaligen Krankenhauses der letzte große Gebäudekomplex unter die Baggerschaufeln genommen. „Bückeburg“ ist dabei nur eine von 20 größeren und kleineren Baustellen, welche die Hamelner zeitgleich betreuen.

veröffentlicht am 10.01.2019 um 12:32 Uhr
aktualisiert am 10.01.2019 um 16:42 Uhr

Die letzte „Festung“ auf dem Bethel-Gelände fällt. Foto: tw

Autor:

THOMAS WÜNSCHE
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BÜCKEBURG. „Läuft gut – was das ,Legen’ der Gebäude angeht, sind wir voll im Zeitplan.“ Mit diesen Worten kommentiert Uwe Panneke, Leiter Kalkulation bei der Hamelner Firma „Abbruch Otto“, den aktuellen Stand der Rückbau-Arbeiten auf dem Bethel-Gelände. Dort wird derzeit mit dem Abbruch des Nordflügels des ehemaligen Krankenhauses der letzte große Gebäudekomplex unter die Baggerschaufeln genommen. „Bückeburg“ ist dabei nur eine von 20 größeren und kleineren Baustellen, die die Hamelner zeitgleich betreuen.

Schön dabei, weil bei einem Abriss, der in unmittelbarer Nähe von Wohnbauten stattfindet, nicht selbstverständlich: „Bislang sind mir aus der Nachbarschaft keine Klagen zu Ohren gekommen“, freut sich Panneke. Abbruch Otto führe auf dem Bethel-Gelände im Zuge der Arbeiten „dauerhafte Erschütterungsmessungen“ aus. Denn außer vibrierenden Abbruchgeräten wie Hydraulikhämmern gibt es an der Herminenstraße Stoßimpulse durch schlagende Geräte sowie herabfallende Trümmer. Das sind allesamt Erschütterungen, die im schlimmsten Fall zu Rissen im Mauerwerk der umliegenden Häuser führen können. Doch: „Die Messanlagen haben bislang nicht angeschlagen. Alle Werte liegen im DIN-Bereich“, so der Leiter Kalkulation.

Mit der Entkernung und dem Abriss der Bethel-Gebäude hat sich auch das Problem der Diebstähle auf der Baustelle von selbst erledigt. Wie berichtet, hatten sich die Spezialisten in den zurückliegenden Monaten immer wieder mit dem Klau von Kupferrohren konfrontiert gesehen. „Davon, dass Werkzeuge oder Diesel aus den Baumaschinen entwendet wurden, was ja auf Baustellen oft der Fall ist, habe ich aber nichts gehört“, so der Fachmann.

Abbruch Otto ist derzeit mit fünf Baggern auf der Bethel-Baustelle im Einsatz. „Es ist die erste Baustelle, auf der wir mit gleich zwei Longfront-Kettenbaggern arbeiten“, so Panneke. Der zweite der „Longfronts“ war erst im vergangenen Jahr zum Fuhrpark von Abbruch-Otto gestoßen. Die jeweils 67 und 42 Tonnen schweren Ungetüme gehören zu den größten Arbeitsgeräten im Abrissgeschäft; sie haben eine Länge von 27 respektive 19 Metern. Hinzu kommen ein weiterer, 30 Tonnen schwerer „Kollege“ sowie ein kleinerer Mobilbagger, der nur das halbe Einsatzgewicht hat.

Mit dem Fall des Nordflügels geht jetzt eine Zeit ihrem Ende entgegen, die für Augenzeugen am aufregendsten ist. „Der Abbruch“, so der Fachmann, „unterteilt sich grob in drei Teile: Im ersten passierte augenscheinlich wenig, weil wir vorwiegend im Inneren der Gebäude mit dem Entkernen beschäftigt waren. Im jetzigen – mittleren – Teil geschieht mit den Abrissarbeiten ganz viel. Im dann folgenden dritten ist wieder wenig zu sehen.“ Dann nämlich geht es an den Abbruch der Keller.

„Was im Zuge des Abbruchs an Material im Boden verbleibt und was recycelt wird – diese Ablaufentscheidungen werden in den nächsten eineinhalb Wochen getroffen“, so der Fachmann. Derzeit warte Abbruch Otto noch auf die „planerischen Vorgaben“. Erst danach könne es dann mit der Abfuhr des Bauschutts losgehen. Das Unternehmen rechnete noch Mitte Oktober mit 30 000 Tonen Bauschutt, von denen 5000 bis 6000 Tonnen abgefahren und am Firmensitz recycelt werden müssten; dafür waren 240 bis 250 Lkw-Fahrten zwischen Bückeburg und Hameln vorgesehen.

Ob der Schutt indes überhaupt – und wenn ja, in dieser Größenordnung – abgefahren werden müsse, auch das hänge von der in etwa zehn Tagen anstehenden Weichenstellung der Planer ab.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare