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63-Jähriger muss nicht in den Knast

Bewährung mit Gottes Hilfe

Bückeburg. Göttlicher Beistand bewahrt einen reuigen Sünder vor dem Gefängnis.

veröffentlicht am 31.07.2015 um 13:10 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

Bückeburg. Göttlicher Beistand bewahrt einen reuigen Sünder vor dem Gefängnis. Weil der 63-Jährige zum christlichen Glauben gefunden hat und keinen Gottesdienst verpasst, hat das Amtsgericht Bückeburg eine sechsmonatige Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Richter Dr. Dirk von Behren geht davon aus, dass der Wiederholungstäter sein Leben ernsthaft ändern will. Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht hat Oberstaatsanwalt Frank Hirt jetzt sein Rechtsmittel gegen die Entscheidung von Behrens zurückgezogen, nachdem mehrere Gläubige aus der Gemeinde zugunsten des Mannes ausgesagt hatten. Ursprünglich wollte Hirt eine Haftstrafe ohne Bewährung. „Gnade vor Recht“, meinte Dr. Thorsten Garbe, Vorsitzender der Berufungskammer. „Eigentlich müssten Sie ins Gefängnis. Dies ist Ihre letzte Chance“, sprach Garbe den Angeklagten direkt an. „Erweisen Sie sich als würdig.“ Ein Bibelzitat gab der Vorsitzende dem Langfinger ebenfalls mit auf den Weg: „Wenn Dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht. Wenn er sich ändert, vergib ihm.“ Die jüngste von vielen Sünden sah so aus, dass der Dieb im Februar in einem Bückeburger Supermarkt Waren für exakt 15,96 Euro gestohlen hatte: Handcreme, eine Flasche Rum, Kaffee und Erbsen. Weil er dabei ein Küchenmesser in der Hose hatte, stufte die Justiz das Delikt als Diebstahl mit Waffen ein.




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