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Auf dem Gelände der alten Wäscherei Eggers mitten in der Altstadt entstehen 27 Eigentumswohnungen

Bezahlbares statt Betreutes Wohnen

BÜCKEBURG. Es war eines der ersten Projekte, dass im Bückeburger Bauboom an den Start gehen wollte, die Wohnanlage für Betreutes Wohnen auf dem Grundstück der alten Wäscherei Eggers mitten in der Altstadt an Wallstraße, Trompeterstraße und Unterwallweg. Die Planung und Investorensuche war weit fortgeschritten, aus unterschiedlichen Gründen kam das Vorhaben aber nicht zustande.
Nun sieht es besser aus. Es werden keine Anlagen mehr für Betreutes Wohnen entstehen, sondern bezahlbare Eigentumswohnungen: insgesamt 27 Wohnungen von 38 bis 110 Quadratmetern. Dazu kommen vier Wohnungen im Altbau an der Ecke von Wallstraße und Trompeterstraße, der wegen seiner guten Bausubstanz nicht mehr abgerissen, sondern modernisiert und renoviert wird.

veröffentlicht am 06.05.2019 um 15:01 Uhr
aktualisiert am 06.05.2019 um 17:41 Uhr

Die Ecke von Wall- und Trompeterstraße. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Es war eines der ersten Projekte, das im Bückeburger Bauboom an den Start gehen wollte, die Wohnanlage für Betreutes Wohnen auf dem Grundstück der alten Wäscherei Eggers mitten in der Altstadt an Wallstraße, Trompeterstraße und Unterwallweg. Die Planung und Investorensuche war weit fortgeschritten, aus unterschiedlichen Gründen kam das Vorhaben aber nicht zustande.

Nun sieht es besser aus. Es wird keine Anlage mehr für Betreutes Wohnen entstehen, sondern bezahlbare Eigentumswohnungen: insgesamt 27 Wohnungen von 38 bis 110 Quadratmetern. Dazu kommen vier Wohnungen im Altbau an der Ecke von Wallstraße und Trompeterstraße, der wegen seiner guten Bausubstanz nicht mehr abgerissen, aber modernisiert und renoviert wird. Um den Neubau möglichst kostengünstig erstellen zu können, wird auf den Fundamenten der alten Wäschereihallen gebaut. Baubeginn wird im März 2020 sein. Das sagten der Architekt John Roper und der Finanz- und Versicherungsmanager Michael Vorfeld, als sie während der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses die neue Planung vorstellten.

Wie Roper und Vorfeld ausführten, werden Wohnungen in Größen von 38, 60 und 80 Quadratmetern sowie Penthouse-Wohnungen um die 110 Quadratmeter entstehen. Die größeren Wohnungen werden zwei oder mehr Schlafräume haben sowie kleine Verkehrsflächen wie Flure und somit auch auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sein. Angestrebt werden Preise von 2400 Euro pro Quadratmeter bis etwas über 3000 Euro pro Quadratmeter bei den Penthaus-Wohnungen. Der Durchschnittpreis soll bei 2650 Euro je Quadratmeter liegen und damit unter den derzeit am Bückeburger Neubaumarkt üblichen Preisen. Für 15 Wohnungen gibt es bereits Interessenten. Ungefähre Mietpreise wurden auch schon genannt: um die 8,75 kalt pro Quadratmeter bei den Neubauwohnungen; 7,25 bis 7,50 Euro pro Quadratmeter im Altbau.

5 Bilder
Der Altbau bleibt erhalten und wird modernisiert. Entwurf: Roper

Als Investor wird zunächst der Eigentümer Dietmar Eggers auftreten, der aber auf der Suche nach weiteren Bauherren ist, um das Objekt in einer Gemeinschaft errichten zu können. Neun Investoren sind nach Angaben Vorfelds bereits gefunden, etwa zwei Drittel des Projektes bereits weg. Kosten würden offengelegt, potenzielle Bauherren können noch anteilig einsteigen.

Die Neubauten werden quasi in U-Form entlang von Wallstraße, Trompeterstraße und Unterwallweg errichtet. Entlang der Wallstraße werden die vier Gebäude dem Gefälle der Straße folgen und untergliedert der umgebenden Wohnbebauung der Altstadt angepasst errichtet. Das Eckhaus bleibt stehen. Entlang von Trompeterstraße und Unterwallweg wird moderne Wohnbebauung mit Flachdächern entstehen. Alle Gebäude werden mit Aufzügen ausgestattet, die Gebäude damit behinderten- und altengerecht. Fotovoltaik ist nicht vorgesehen. Durch die U-Form entsteht ein Innenhof, der als Quartiersplatz und Treffpunkt gestaltet wird. Der Schornstein, derzeit noch Träger diverser Mobilfunkantennen, wird abgerissen, die Antennen kommen gegenüber auf die Dr.-Faust-Halle. Insgesamt 25 Parkplätze entstehen, sechs weitere auf einem angrenzenden Grundstück.

Im Ausschuss gab es keine größere Diskussion. Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich Investor Dietmar Eggers zufrieden, endlich eine Lösung für das „Filetstück“ gefunden zu haben: „Das ist ein gutes Projekt.“




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