weather-image
13°
×

Das virtuelle Klassenzimmer

Blindow-Schüler nehmen Online-Lernangebote begeistert an

BÜCKEBURG. Seit einer Woche schon wird an den Blindow-Schulen in einigen Fachbereichen nur noch online gelernt. Mit Anfang dieser Woche ist die Umstellung auf das Online-Lernangebot komplett: Über 4800 Schüler nutzen jetzt deutschlandweit an 16 Standorten den „Online Campus“, um von Zuhause aus in ihr virtuelles Klassenzimmer zu gelangen.

veröffentlicht am 25.03.2020 um 15:27 Uhr

BÜCKEBURG. „Unser Online-Lernangebot basiert auf freiwilliger Teilnahme, wir behandeln dabei keine examensrelevanten Inhalte, und es findet auch keine Benotung der Beiträge oder Aufgaben statt“, erklärt Katharina Maybaum, Schulleiterin der Logopädie an der Bernd-Blindow-Schule Bückeburg. „Beinahe alle Schüler nehmen dieses Angebot begeistert an. Jeden Tag treffen sich Lehrer und Schüler in einem virtuellen Klassenzimmer im Online Campus.“ Die technischen Voraussetzungen dafür seien ein PC oder Laptop, eine stabile Internetverbindung, ein Headset und eine Webcam. Maybaum: „Wir vertiefen Themen, für die wir bisher im Unterricht nicht so viel Zeit hatten und nutzen auch gerne die 20 000 Fachbücher umfassende Bibliothek des Online Campus, um daran Aufgaben zu erarbeiten.“

Der Online Campus dient der zur Blindow-Gruppe gehörigen „Diploma“-Hochschule schon seit Jahren als Plattform für die virtuellen Vorlesungen der inzwischen über 8000 Fernstudierenden.

Pro Klasse gibt es nun einen Web-Konferenz-Klassenraum, den die Lehrkraft für den virtuellen Lernunterricht eröffnet und gemeinsam mit den Schülern nutzt. „Zusätzlich haben die Schüler die Möglichkeit, sich in einem Diskussionsraum auszutauschen und sich gegenseitig Erlerntes zu präsentieren. In der letzten Woche haben meine Schüler hier beispielsweise einen Podcast aufgenommen, den ich jetzt jeden Abend höre, wenn ich ins Bett gehe“, sagt Maybaum lachend.

Dr. Andreas Blindow. Foto: Roger Grabowski

Im kommenden Jahr hätten die Blindow-Schulen ohnehin um ein zusätzliches virtuelles Lehr- und Lernangebot erweitern wollen, so berichtet Prof. Dr. Andreas Blindow, Geschäftsführer der Blindow Gruppe. „Jetzt haben wir das eben um ein Jahr vorgezogen. In der letzten Woche haben wir fast ausschließlich an der Umstrukturierung gearbeitet: Wir haben knapp 2400 virtuelle Klassenräume eingerichtet. Ebenso viele waren bereits vorher schon existent, sodass jetzt unsere 70 Schulen in Deutschland eins zu eins mit allen Klassen, in allen Jahrgängen und Unterrichtsfächern im Online Campus abgebildet sind“, erklärt Blindow. Viele Lehrkräfte haben zuvor noch keine Berührungspunkte mit dem Online Campus gehabt. „Unsere Lehrer und Schulleitungen sind ebenfalls in der vergangenen Woche im Umgang mit dem neuen System geschult worden. Die virtuelle Lehre, bzw. das virtuelle Lernen sehe ich keinesfalls als Ersatz, aber als tolle Ergänzung zum normalen Präsenzunterricht. Wenn ich dieser Krise einen positiven Effekt zuschreiben müsste, dann wäre es der, dass sie uns in der Digitalisierung vorangebracht hat und uns gezeigt hat, woran wir zukünftig unbedingt noch arbeiten müssen“, so Blindow.

Die Blindow-Schüler sind sich jedenfalls in einem einig: Sie freuen sich darauf, wenn die Schule wieder losgeht.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige