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Julius Dawid – drei vierte Plätze bei Straßenrennen in Hannover

Bückeburger glänzt bei „Special Olympics“

BÜCKEBURG/HANNOVER. Der Bückeburger Julius Dawid hat jetzt zum ersten Mal bei den Radrennen im Rahmen der „Special Olympics“, der Meisterschaften für geistig beeinträchtigte Menschen, in Hannover teilgenommen. Julius Dawid belegte – ein toller Erfolg! – bei den drei Straßenrennen (15/25/10 Kilometer) jeweils den vierten Platz.

veröffentlicht am 16.06.2016 um 12:37 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:22 Uhr

Sportlich war Julius Dawid schon immer: schlank, durchtrainiert, ein Bewegungstalent, das von seiner Familie gefördert wird. Vor sechs Jahren, Julius war gerade einmal 16 Jahre alt, war er einer von fünf Radlern, die von Bückeburg nach Sablé/Sarthe pedalierten – 1200 Kilometer in zehn Tagen. Er fuhr auf einem alten Rennrad, das sein Vater und er für zehn Euro auf dem Felgenfest ersteigert hatten. Es wurde mit Schutzblechen und Gepäckträger ausgestattet, mit zwei schweren Packtaschen behängt – und los ging‘s.

Trotz seiner Jugend machten Julius Dawid die langen Etappen und die Ausdauerbelastung nichts aus, im Gegenteil: Am Ende der Tour fuhr er dem Rest der Truppe davon.

Von nun an ging‘ s bergauf: Julius wurde immer schneller, bekam ein neues, leichtes Rennrad und begann sich in seiner Radgruppe zu langweilen, da er so viel schneller ist als der Rest. Vor einem Jahr meldete sein Vater ihm beim MTV Obernkirchen an, wo er endlich Trainingspartner fand und findet, und von denen er noch viel lernen kann.

Bei den „Special Olympics“ diente das Zeitfahren, an dem sich 150 Fahrer beteiligten, als Klassifizierungsrennen. Julius Dawid belegte Platz 4 was bedeutete, dass er in der leistungsstärksten Gruppe antreten würde. Die 5,6 Kilometer legte er in einer Zeit von 9,42 Minuten zurück, das heißt mit einem Schnitt von über 30 Kilometern pro Stunde – und das, obwohl der Parcours einige scharfe Kurven hatte, in denen man abbremsen musste. Der Bückeburger ist ein Stilist, der unglaublich schön und elegant auf dem Rad unterwegs ist.

Beim ersten Straßenrennen über 15 Kilometer zollte Julius Dawid noch seiner mangelnden Erfahrung Tribut. Anstatt sich an das Hinterrad der erfahrenen Rennfahrer zu hängen, fuhr er lange Zeit im Wind, wo er Kräfte ließ, die ihm im Schlussspurt fehlten. Er belegte den 4. Platz, wie auch im Rennen über 25 und 10 Kilometer.

Das spezielle an diesen „Olympics“ ist, dass das Verhältnis der Fahrer untereinander nicht von Konkurrenz geprägt ist. Der Sieger aller drei Straßenrennen, ein Fahrer, der schon an den Olympics in Schanghai teilgenommen hat, adoptierte Julius Dawid noch vor dem ersten Rennen, gab ihm wertvolle Tipps wie spezielle Kurven und Bodenwellen zu nehmen seien und empfahl ihm, in seinem Windschatten zu bleiben.

Dieses Miteinander prägte die ganzen fünf Tage und sorgte für die unglaublich gute Stimmung. Dazu trug auch der überraschende Besuch und Unterstützung seiner PLSW Werkstattkollegen aus Rinteln bei, die nach der Arbeit anreisten, um ihn anzufeuern. Für Julius Dawid wird es eine bleibende Erinnerung hinterlassen.BÜCKEBURG/HANNOVER. Der Bückeburger Julius Dawid hat jetzt zum ersten Mal bei den Radrennen im Rahmen der „Special Olympics“, der Meisterschaften für geistig beeinträchtigte Menschen, in Hannover teilgenommen. Julius Dawid belegte bei den drei Straßenrennen (15/25/10 Kilometer) jeweils den vierten Platz – ein toller Erfolg.

Sportlich war Julius Dawid schon immer: schlank, durchtrainiert, ein Bewegungstalent, das von seiner Familie gefördert wird. Vor sechs Jahren, Julius war gerade einmal 16 Jahre alt, war er einer von fünf Radlern, die von Bückeburg nach Sablé-sur-Sarthe pedalierten – 1200 Kilometer in zehn Tagen. Er fuhr auf einem alten Rennrad, das sein Vater und er für 10 Euro auf dem Felgenfest ersteigert hatten. Es wurde mit Schutzblechen und Gepäckträger ausgestattet, mit zwei schweren Packtaschen behängt – los ging‘s.

Trotz seiner Jugend machten Julius Dawid die langen Etappen und die Ausdauerbelastung nichts aus, im Gegenteil: Am Ende der Tour fuhr er dem Rest der Truppe davon.

Von nun an ging‘ s bergauf: Julius wurde immer schneller, bekam ein neues, leichtes Rennrad und begann sich in seiner Radgruppe zu langweilen, da er so viel schneller war als der Rest. Vor einem Jahr meldete sein Vater ihn beim MTV Obernkirchen an, wo er endlich Trainingspartner fand und findet, von denen er noch viel lernen kann.

Bei den „Special Olympics“ diente das Zeitfahren, an dem sich 150 Fahrer beteiligten, als Klassifizierungsrennen. Julius Dawid belegte Platz 4, was bedeutete, dass er in der leistungsstärksten Gruppe antreten würde. Die 5,6 Kilometer legte er in einer Zeit von 9:42 Minuten zurück, das heißt mit einem Schnitt von über 30 Kilometern pro Stunde – und das, obwohl der Parcours einige scharfe Kurven hatte, in denen man abbremsen musste. Der Bückeburger ist ein Stilist, der unglaublich schön und elegant auf dem Rad unterwegs ist.

Beim ersten Straßenrennen über 15 Kilometer zollte Julius Dawid noch seiner mangelnden Erfahrung Tribut. Anstatt sich an das Hinterrad der erfahrenen Rennfahrer zu hängen, fuhr er lange Zeit im Wind, wo er Kräfte ließ, die ihm im Schlussspurt fehlten. Er belegte den 4. Platz, wie auch im Rennen über 25 und 10 Kilometer.

Das Spezielle an diesen „Olympics“ ist, dass das Verhältnis der Fahrer untereinander nicht von Konkurrenz geprägt ist. Der Sieger aller drei Straßenrennen, ein Fahrer, der schon an den Olympics in Schanghai teilgenommen hat, adoptierte Julius Dawid noch vor dem ersten Rennen, gab ihm wertvolle Tipps, wie spezielle Kurven und Bodenwellen zu nehmen seien, und empfahl ihm, in seinem Windschatten zu bleiben.

Dieses Miteinander prägte die ganzen fünf Tage und sorgte für die unglaublich gute Stimmung. Dazu trugen auch der überraschende Besuch und die Unterstützung seiner PLSW-Werkstattkollegen aus Rinteln bei, die nach der Arbeit anreisten, um ihn anzufeuern. Für Julius Dawid wird es eine bleibende Erinnerung hinterlassen.red




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