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Jugendfeuerwehr mit von der Partie

Cammeruner Müllsammler finden Drogenkarton am Waldrand

CAMMER. Überraschung bei der Cammeruner Aktion „Saubere Landschaft“: Am Rande des Schaumburger Waldes förderte eine Abteilung der rund 40 Einsatzkräfte einen Karton zutage, der augenscheinlich zum Transport von Drogen diente.

veröffentlicht am 18.04.2019 um 10:50 Uhr

Am Rand des Schaumburger Waldes fanden die Müllsammler diesen Karton. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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CAMMER. „Womöglich handelt es sich um Haschisch und Morphium“, meinte Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner. Genaueres könne gegenwärtig noch nicht gesagt werden. „Das muss die Polizei herausfinden, der wir den Fund übergeben haben.“ Es könne durchaus sein, dass der Behälter im Rahmen einer Kontrollmaßnahme fortgeworfen wurde, denn er sei weder versteckt noch getarnt gewesen.

Auf Anfrage bestätigte Polizei-Pressesprecher Matthias Auer, dass sich seine Kollegen mit dem ungewöhnlichen Fund beschäftigt haben. Der Karton habe Morphium-Pflaster und Marihuana enthalten und habe sicherlich schon lange draußen gelegen. Zur Herkunft konnte die Polizei keine Angaben machen. Möglicherweise seien die Stoffe bei einer Wohnungsauflösung „entsorgt“ worden. Weitere Ermittlungen werde es aber nicht geben.

Terner freute sich besonders, dass auf den drei eingesetzten Traktorgespannen rund zwei Dutzend Angehörige der Jugendfeuerwehr mit von der Reinigungspartie waren. Seiner Auffassung nach hat die Menge des von uneinsichtigen Zeitgenossen mutwillig in der Natur zurückgelassenen Mülls in den zurückliegenden Jahren abgenommen. Zwar fänden sich weiterhin einige „große Kaliber“ – diesmal sechs Autoreifen und zwei Kanister mit Altöl –, aber ansonsten sei ein Rückgang festzustellen.

Rund 40 Einsatzkräfte beteiligten sich an der Aktion „Saubere Landschaft“ Foto: bus

„Heute ist mir insbesondere die Verminderung bei „To-Go-Kaffeebechern aufgefallen“, erklärte der Ortsbürgermeister, was aber auch damit zu tun haben könnte, dass die Kaffeetrinker ihre Verzehrvorlieben oder ihre Fahrrouten geändert hätten. Um die endgültige Entsorgung des Mülls kümmern sich wie in den Vorjahren die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs.




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