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Hohe Spannung bei Königsschießen

Carsten Kellermeier neue Majestät von „Ruhe siegt“

CAMMER. Das Schießen um die Königswürde des Cammeruner Schützenvereins „Ruhe siegt“ hat diesmal eine außergewöhnlich hohe Spannung begleitet. „Der Andrang vor den Scheiben war riesengroß und der Ehrgeiz bei einigen Teilnehmern nicht minder“, berichteten Augenzeugen.

veröffentlicht am 31.05.2019 um 14:26 Uhr

Die Würdenträger von „Ruhe siegt“ - vorne: König Carsten und Königin Miriam. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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CAMMER. Die Möglichkeit, zum 100-jährigen Bestehen des Vereins seinen Namen an vorderster Stelle der Siegerliste platzieren zu können, bescherte dem abschließenden Stechwettbewerb bemerkenswerte 19 Konkurrenten.

Dass am Ende der Vereinsvorsitzende Carsten Kellermeier den Wettstreit um die Insignien des Herrschers für sich entschied, folgte einer gewissen Logik. „Schließlich ist er der Chef“, meinten mehrere Beobachter. Für Kellermeier war der Gewinn allerdings kein Selbstläufer. „Mitunter spielen mir in solchen Situationen die Nerven einen Streich“, gab König Carsten unumwunden zu, bevor er Königin (und Ehefrau) Miriam unter dem Applaus von Hofstaat und Schaulustigen zum Ehrentanz auf die Dielen des 800 Quadratmeter großen Festzelts bat.

Für den von seinem Stellvertreter Hagen Röckemann proklamierten Kellermeier war es nach 2011 der zweite Titel. Er trat die direkte Nachfolge von Nils Goy an, der nun vor Christoph Wagemann auf Rang zwei einkam.

Vereins-Vize Hagen Röckemann (rechts) proklamiert Bürgerschützenkönig Carsten Kellermann. Foto: bus

Der Vereinsvorsitzende rief die enormen Mühen bei den Planungen und Vorbereitungen des Jubiläumsschützenfestes in Erinnerung. Speziell die erstmalige Ausrichtung des Verbandsfestes des Schützenbundes Westfalia und des Kreisschützentreffens des Kreises Schaumburg habe besonderen Einsatz und Engagement gefordert. Sein Dank galt allen Helfern, die zum Gelingen des Mammutvorhabens beitrugen. „Das war weltklasse“, lautete Kellermeiers Fazit.

Dass angesichts der großen Beteiligung und des allgemeinen Überschwangs der zeitliche Rahmen ein wenig aus dem Ruder lief, rief kaum kritische Stimmen hervor. Zuletzt summierte sich die „Nachspielzeit“ der Jubiläumsveranstaltung auf rund zwei Stunden. „Aber man feiert ja nicht jedes Jahr seinen einhundertsten Geburtstag“, hieß es verständnisvoll an den gut frequentierten Verpflegungsständen.




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