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Bundessieger und Mathe-AG des Adolfinums lösen extreme Aufgaben

Da kommen selbst die Mathelehrer nicht mehr mit

Bückeburg (mig). Da kommen selbst Mathelehrer nicht mehr mit. Die entscheidenden Aufgaben, die Christian Bernert bei der 49. Mathematik-Olympiade 2009/2010 lösen musste, waren extrem schwierig. Jetzt ist der zwölfjährige Bückeburger der erste Bundessieger, den das Gymnasium Adolfinum jemals hervor gebracht hat.

veröffentlicht am 08.06.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 13:41 Uhr

Die Schüler der Mathe-AG sind erfolgreich von der Mathe-Olympiad

Mit „Logeleien“ und Sudoku hat Christian Bernert sich schon immer gern beschäftigt. „Mir macht es Spaß, wenn es so richtig schwierig wird“, sagt er. Mit dem Bundessieg habe er – als einer der jüngsten Teilnehmer – aber nicht gerechnet: „Es hat an diesem Tag einfach alles gepasst.“ Vier Runden musste der Siebtklässler überstehen, die Bundesrunde fand in der Universitätsstadt Göttingen statt. Dort traf der Bückeburger gut vorbereitet ein, während eines mehrtägigen Seminars büffelte er täglich zehn Stunden Zahlentheorie, Geometrie oder Logik. „Ich habe mir vor allem die Aufgaben aus vorherigen Wettbewerben angeschaut, um ein Gefühl dafür zu bekommen“, meint Bernert in der Rückschau. „Ein bisschen aufgeregt war ich schon“.

Wer sich die Aufgaben der Bundesrunde etwas näher anschaut, wird die „gewisse Aufregung“ verstehen. „Zeigen Sie, dass die Gleichung x hoch 3 - y hoch 3 = 1729 genau vier ganzzahlige Lösungspaare (x;y) hat“, lautet eine Rechnung für die Klasse 10.

Ina Seidl, Beauftragte für den Wettbewerb am Adolfinum: „Christian musste Aufgaben lösen, die ich zum Teil nur in Ansätzen lösen konnte.“ Das sei aber auch gewollt, so Seidl weiter: „Die Matheolympiade ist kein Breitensport, sondern Spitzensport.“ „Christian ist ein unglaubliches Talent, so einen tollen Erfolg gab es hier noch nie“, freut sich die Lehrerin. Umso wichtiger sei es jetzt, den Schüler entsprechend zu fördern. „Wir müssen den Spagat hin bekommen zwischen Einbindung in Klassengemeinschaft und Sonderförderung.“

Außer Bernert schnitten aber auch die anderen Teilnehmer des Adolfinums ausgesprochen gut ab. Viel Spaß gemacht haben den Teilnehmern auch die Mathespiele rund um das Gänseliesel. Dort trat das Adolfinum mit einer Schulmannschaft an und belegte den zweiten Platz.




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