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Vorläufiger Ablaufplan des Bürgerschießens stößt nicht auf ungeteilte Gegenliebe

Das Bürgerbataillon meutert

Bückeburg. Die Vorstellung des vorläufigen Bataillonsbefehls für das von Mittwoch, 21., bis Sonntag, 25. August, veranstaltete Bückeburger Bürgerschießen hat während der Bataillonshauptversammlung einige Irritationen hervorgerufen. Im Verlauf der Debatte, in der mehrfach die Begriffe „Tradition“ und „Gewohnheit“ gegenübergestellt wurden, monierten kritische Stimmen insbesondere den Verzicht auf die Proklamation des neuen Königs auf dem Schießstand im Harrl. Als der Vorstand über diesen Streitpunkt abstimmen ließ, war das Resultat dermaßen augenfällig, dass aufs Nachzählen verzichtet werden konnte.

veröffentlicht am 15.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

15. Juni 2013 00:00 Uhr

Bückeburg. Die Vorstellung des vorläufigen Bataillonsbefehls für das von Mittwoch, 21., bis Sonntag, 25. August, veranstaltete Bückeburger Bürgerschießen hat während der Bataillonshauptversammlung einige Irritationen hervorgerufen. Im Verlauf der Debatte, in der mehrfach die Begriffe „Tradition“ und „Gewohnheit“ gegenübergestellt wurden, monierten kritische Stimmen insbesondere den Verzicht auf die Proklamation des neuen Königs auf dem Schießstand im Harrl. Als der Vorstand über diesen Streitpunkt abstimmen ließ, war das Resultat dermaßen augenfällig, dass aufs Nachzählen verzichtet werden konnte.

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Die ganz eindeutige Mehrheit plädierte für die Beibehaltung des Hergebrachten und gegen die Bekanntmachung der neuen Majestät auf der Marktplatzbühne. Für das Vorstandsargument, mit der Marktplatz-Proklamation die allgemeine Spannung aufrecht zu erhalten, mochte sich nur eine Minderheit erwärmen.

Obwohl der Vorsitzende des als Verein organisierten Bataillons, Martin Brandt, mehrmals den vorläufigen Charakter des Ablaufplanes betonte, wurden in den Mitgliedsreihen auch bei den Punkten „Grünholen“ und „Marsch durch die Stadt im Anschluss an den Großen Zapfenstreich“ beträchtliche Beanstandungen laut. Das Grünholen soll zum einen wegen der Kosten und zum anderen mangels Nachfrage zu den Akten gelegt werden. „Wir benötigen einer Umfrage zufolge etwa 140 Birken, die meisten Bewohner und auch viele Geschäftsleute wollen keine mehr haben“, legte Brandt dar. In den Vorjahren seien bis zu 900 Bäume verteilt worden. Was zu erheblichen Kosten geführt habe. Der Vorsitzende: „Es hat keinen Sinn, Grün in die Stadt zu schleppen, das hinterher verdorrt in der Ecke liegt.“

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Beim Punkt „Zapfenstreich-Marsch“ erinnerte der Vorsitzende daran, dass vor zwei Jahren in diesem Zusammenhang nicht nur einige Fackeln, sondern auch mehrere Leute verloren gegangen seien. Der direkte Wechsel vom Schlossareal zur Remise solle auch dazu dienen, mehr Publikum als bislang zur Teilnahme am Kommers zu bewegen.

Dass auf dem Schießstand keine Live-Blasmusik erklingen, das Sammeln im Anschluss an das Schießen am Restaurant „Altes Forsthaus“ fortfallen, die Ehrung „Bester Schütze der Bundeswehr“ bereits am Freitag erfolgen und kein Transport älterer Bataillonsmitglieder per Erntefestfahrzeug angeboten werden soll, stieß zwar ebenfalls nicht auf die komplett ungeteilte Gegenliebe der Versammlung, führte allerdings ebenso wie die Punkte „Grünholen“ und „Remisen-Marsch“ nicht zu weiteren Abstimmungsanträgen. „Es ist keineswegs so, dass wir uns einer Diskussion verschließen“, unterstrich Brandt. Rotts und Kompanien sollten intensiv in die Erstellung der Schlussfassung des Befehls einbezogen werden.bus