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Erster Bauabschnitt am Mühlenbach: Nach vier Wochen soll ein 150 Meter langes Teilstück renaturiert sein

Der Startschuss fällt am 11. April

Kleinenbremen. Der Startschuss zur Renaturierung des Kleinenbremer Mühlenbaches ist gefallen, die Trasse bei Hartings Mühle abgesteckt. Am 11. April rücken der Bagger und die Arbeiter an. Dann wird gebuddelt. Am ersten etwa 150 Meter langen Teilstück soll vier Wochen lang gearbeitet werden.

veröffentlicht am 03.04.2016 um 15:49 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

03. April 2016 15:49 Uhr

Kleinenbremen. Der Startschuss zur Renaturierung des Kleinenbremer Mühlenbaches ist gefallen, die Trasse bei Hartings Mühle abgesteckt. Am 11. April rücken der Bagger und die Arbeiter an. Dann wird gebuddelt. Am ersten etwa 150 Meter langen Teilstück soll vier Wochen lang gearbeitet werden.

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Kleinenbremen. Der Startschuss zur Renaturierung des Kleinenbremer Mühlenbaches ist gefallen, die Trasse bei Hartings Mühle abgesteckt. Am 11. April rücken der Bagger und die Arbeiter an. Dann wird gebuddelt. Dies berichtet Susanne Schütte, Koordinatorin beim Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else (WWE).

Die Idee zu dem Projekt hatte der Heimatverein Kleinenbremen, der die Maßnahme auch personell unterstützt. „Für den ersten Abschnitt“, so Schütte, „rechne ich mit vier Wochen Bauzeit.“ Gemeint ist ein etwa 150 Meter langes Teilstück im Bereich der Hartingschen Wassermühle. Weitere Arbeiten müssen auf Höhe der Kindergartens verrichtet werden, was die Jungen und Mädchen sicher freuen wird, denn dann gibt es was zu gucken.

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Auftraggeber ist der Wasserverband Weserniederung. Weil die Maßnahme Teil des WWE-Projektes ist, wird das Vorhaben zu 80 Prozent vom Land bezuschusst. Für den kommunalen Anteil von 20 Prozent gibt es in Porta Westfalica einen Topf mit Ausgleichszahlungen, aus dem Zuwendungen möglich sind.

Zurück zur Natur: „Der Bach wird ein bisschen breiter und mäandert den Berg hinunter“, blickt Susanne Schütte in die Zukunft. „Es ist unser erstes Anliegen, Flora und Fauna im Dorf zu erhalten“, betont Walter Caselitz, der Vorsitzende des Heimatvereins.

Der Mühlenbach macht, was er will. Er fließt zum Beispiel geradewegs in den Teich hinter Hartings Mühle. Aus dem Teich geht es rechts wieder heraus und dann am Rand der Wiese weiter in Richtung Straße. Mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zur nachhaltigen und umweltverträglichen Wassernutzung ist dies indes nicht in Einklang zu bringen. „Es muss eine Durchgängigkeit geben“, erklärt Susanne Schütte. Deshalb wird im Zuge der Renaturierung an dieser Stelle eine Wasserteilung gebaut, ein zweiter Arm, der durch die Wiese führt, in Kurven rechts am Teich vorbei. Kurz vor der Straße Am Rehm vereinigen sich beide Arme wieder zu einem. „Für die Mühle bleibt genug Wasser übrig“, beruhigt die Koordinatorin.

Vorgesehen ist auch eine Furt zum Überqueren des Baches. Auf der Wiese sollen außerdem Blumen ausgesät werden. All dies passt eines Tages perfekt in ein harmonisches Bild des gesamten Ensembles. Noch in diesem Jahr könnten nämlich die Bauarbeiten am leer stehenden Haupthaus der Mühle beginnen. Geplant sind eine (Hausmeister-)Wohnung, ein Dorfcafé und eine Ausstellung. Wie berichtet, hat der Mühlenverein des Kreises Minden-Lübbecke das Hauptgebäude und die eigentliche Mühle von der früheren Eigentümerin gekauft. Nutzer bleibt der Lütkenbremer Heimatverein.

Zurück zum Bach: Renaturiert wird die frühere Lebensader Kleinenbremens mit bis zu sechs Wassermühlen auf einer Länge von insgesamt mehr als zwei Kilometern. Bisher ist das Gewässer über weite Strecken begradigt und verrohrt. Der Mühlenbach entspringt am Teufelsborn nahe der Rintelner Straße. Kurz vor den Hofwiesen fließt er in die Schermbeeke.

Das WWE-Projekt arbeitet mit Beschäftigungsträgern zusammen. Zur Renaturierung in Kleinenbremen werden Langzeitarbeitslose eingesetzt, die sich dadurch für den Arbeitsmarkt qualifizieren können. Vor Ort werden jeweils vier bis sechs Arbeiter sein.