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Bürgerstiftung Schaumburg zieht Bilanz / Mehr als 40 Projekte gefördert

„Die Mieten sind die neuen Zinsen“

BÜCKEBURG. Die Bürgerstiftung Schaumburg hat bei ihrem „Stifterforum“ im Le-Theule-Saal des Bückeburger Ratskellers auf ihr Wirtschaftsjahr 2018 zurückgeblickt. So informierteSchatzmeister Oliver Bruns, dass man außer eigenem Stiftungsvermögen ( 596 954 Euro) auch neun Treuhandstiftungen verwalte (zwei mehr als im Jahr 2017). Die Treuhandstiftungen mit eingerechnet, belief sich das Stiftungsvermögen dem von ihm vorgestellten konsolidierten Jahresabschluss nach zum 31. Dezember 2018 auf insgesamt knapp 4,657 Millionen Euro.

veröffentlicht am 04.06.2019 um 15:15 Uhr
aktualisiert am 04.06.2019 um 19:20 Uhr

Informierten über das abgelaufene Wirtschaftsjahr: Rolf Watermann (v.l.), Gebhard Hitzemann und Oliver Bruns. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Die Bürgerstiftung Schaumburg hat bei ihrem „Stifterforum“ im Joël-Le-Theule-Saal des Bückeburger Ratskellers auf ihr Wirtschaftsjahr 2018 zurückgeblickt. So informierte Schatzmeister Oliver Bruns, dass man außer eigenem Stiftungsvermögen (596 954 Euro) auch neun Treuhandstiftungen verwalte (zwei mehr als im Jahr 2017). Die Treuhandstiftungen mit eingerechnet, belief sich das Stiftungsvermögen dem von ihm vorgestellten konsolidierten Jahresabschluss nach zum 31. Dezember 2018 auf insgesamt knapp 4,657 Millionen Euro.

Diese „enorme Summe“ teilt sich ihm zufolge auf der Aktivseite der Bilanz wie folgt auf (Beträge jeweils gerundet): 1,852 Millionen Euro stecken in Grund und Boden, Gebäuden und Sachanlagen, 1,923 Millionen Euro in Finanzanlagen, 719 000 Euro in Guthaben bei Kreditinstituten und im Kassenbestand sowie 161 933 Euro in sonstigen Vermögensgegenständen. Die Immobilienwerte seien eine „extrem gute Basis, um auch in Zeiten schwächerer Zinserträge gute Einnahmen zu generieren“, betonte Bruns („die Mieten sind die neuen Zinsen“).

Der Passivseite der Bilanz, die darüber Auskunft gibt, wie das Vermögen finanziert ist, war dagegen zu entnehmen, dass allein das Stiftungskapital rund 4,047 Millionen Euro beträgt. 123 259 Euro stammen aus einer (Projekt-)Rücklage, circa 87 028 Euro aus einem Wertvortrag und rund 399 520 Euro aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Hinsichtlich der Erfolgsrechnung standen den Einnahmen in Höhe von fast 864 277 Euro (darunter Spendeneinnahmen in Höhe von rund 47 000 Euro) 148 168 Euro an Aufwendungen gegenüber. Von dem sich somit errechnenden Überschuss (716 109 Euro) konnten 702 634 Euro dem Stiftungskapital, 15 070 Euro den Rücklagen und 1595 Euro der Position Wertvortrag zugeführt werden.

Wichtig sei, die Anlagen flexibel zu halten beziehungsweise diese nicht langfristig zu binden, erklärte Bruns. Andererseits dürfe die Bürgerstiftung bei der Vermögensanlage aber auch kein übermäßiges Risiko einzugehen, da diese sorgsam mit dem ihr anvertrauten Kapital umgehen müsse.

Als Vorstandsvorsitzender informierte Rolf Watermann, dass die Bürgerstiftung Schaumburg „nahezu unverändert“ rund 160 Stifter zähle. Die Anzahl der alljährlich geförderten externen Projekte bezifferte er auf 40 bis 50. Zudem habe man drei eigene, große Projekte: die Aktion „Leselust“, im Rahmen derer Grundschulen von sogenannten Lesepaten besucht werden, die „Schulwettbewerbe“ und das vor etwa zehn Jahren in Aachen entwickelte Projekt „Generationenbrücke“. Bei Letzterem handele es sich um eine Kooperation zwischen Altenpflegeheimen und Kindertagesstätten beziehungsweise Grundschulen. Exemplarisch erwähnte Watermann eine Zusammenarbeit zwischen dem Pflegeheim Kurt Partzsch in Bückeburg und der örtlichen Grundschule Im Petzer Feld.

Andreas Hofmann, der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung, steuerte noch Informationen zu den geförderten externen Projekten bei. Demnach sind im vergangenen Jahr auf Antrag 42 Projekte mit insgesamt 61 553 Euro finanziell unterstützt worden. Beantragt werde das Fördergeld vor allem von sozialen Einrichtungen und Schulen.

Als Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Schaumburg wies Gebhard Hitzemann darauf hin, dass es inzwischen rund 400 Bürgerstiftungen in Deutschland gebe. „Das ist schon ein richtiges Pfund“, befand er.




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