weather-image
33°

Weiterer Ausbau erfolgt im Jahr 2020

Die Schiene ist aktiviert: Hafen Berenbusch wird trimodal

BÜCKEBURG. Die Trimodalität, bei der Binnenhäfen die Verkehrsträger Wasserstraße, Straße und Schiene miteinander verbinden, kommt im Hafen Berenbusch voran. Nachdem Straße und Kanal bereits aktiv und rege genutzt werden und der Hafen weiter ausgebaut wird, ist jetzt auch die Schiene an der Reihe.

veröffentlicht am 01.06.2019 um 00:00 Uhr

Lange Jahre wurde der Schienenanschluss im Hafen Berenbusch nicht genutzt. Mittlerweile ist der erste Güterumschlag über die Schiene erfolgt, die gesamte Gleisanlage wird ausgebaut. Foto: rc
4299_1_orggross_r-cremers

Autor

Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BÜCKEBURG. Das ist am Rande der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses für den Hafenbetrieb deutlich geworden. Danach hat die für das operative Geschäft des Hafens zuständige Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH einen Betriebsführungsvertrag für die Schienenanlagen mit der in Minden ansässigen Mindener Kreisbahn (MKB) abgeschlossen. Erste Fahrten und ein erster Güterumschlag fanden bereits statt.

Diese Fahrten sind notwendig, damit die Hafen GmbH Zuschüsse aus Töpfen der EU, des Bundes und des Landes für den Ausbau der Schienen- und Gleisanlagen erhält, die vom Bahnhof Minden nach Berenbusch führen. In dem jetzigen Zustand sind die Schienen nicht voll belastbar, wie der Betriebsleiter des Eigenbetriebs Hafenbetrieb, Jürgen Sobotta, auf Nachfrage erklärte.

Im Betriebsausschuss ging es hauptsächlich aber um den Geschäftsbericht 2018. Er weist einen Gewinn von 17 000 Euro aus, der im Betrieb verbleibt. In dem Betrieb hat die Stadt die Liegenschaften und den Hafen ausgegliedert. Das operative Geschäft wie der Güterumschlag wird von der Hafen GmbH wahrgenommen. Die Bilanzsumme des Betriebs beträgt 4,4 Millionen Euro, das Anlagevermögen 4,3 Millionen Euro. An Pachten wurden in 2018 rund 330 000 Euro eingenommen. Die Wirtschaftsprüferattestierten dem Jahresabschluss den uneingeschränkten Prüfungsvermerk, eine Empfehlung, die sich der Ausschuss einstimmig anschloss und die jetzt noch vom Rat gebilligt werden muss.

Der Hafen Berenbusch. Foto: Archiv

Ursprünglich hatte der Eigenbetrieb geplant, bereits 2019 eine größere Summe in den Ausbau von Straßen und Kanälen, dem Abriss eines weiteren Speichers sowie einer weiteren Umschlagfläche zu investieren. Diese Maßnahmen sid wie berichtet auf 2020 verschoben worden, da noch kein rechtsgültiger B-Plan vorliegt. Außerdem lag noch kein Zuschussbescheid der N-Bank für die Förderung des Ausbaus vor. Der Betrieb hätte in Vorleistung treten müssen, wenn 2019 investiert worden wäre.

2020 sollen insgesamt 2,3 Millionen investiert werden. Die N-Bank gibt einen Zuschuss von knapp 1,02 Millionen Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung, mit dem CO2-arme Verkehrsträger gestärkt werden sollen. Den Rest muss der Betrieb aus Eigenmitteln, sprich Krediten, aufbringen. Dennoch wird am Ziel eines ausgeglichen Jahresergebnisses in den Folgejahren festgehalten, da durch den Ausbau die Vermarktung von Grundstücksflächen im südwestlichen Hafenbereich erfolgen kann.

Eine weitere Attraktivitätssteigerung wird durch die Trimodalität erwartet. Ein Hinweis: Für den neuen Containerhafen Regioport auf der fast gegenüberliegenden Seite des Mittellandkanals ist nicht absehbar, ob er jemals einen Schienenanschluss erhält.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare