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46-jährige Sängerin feiert in diesem Jahr ihr 30. Bühnenjubiläum / Doppelkonzert in der Stadtkirche schreit förmlich nach Wiederholung

Die Treuesten der Treuen warten viele Stunden auf Kathy Kelly

Bückeburg. Auch wenn die Musik ihrer Familie nicht jedermanns Geschmack trifft; über Kathy Kelly als Solo-Künstlerin gibt es keine zwei Meinungen. Seit die „Grande Dame of Gospel and Folk“ vor acht Jahren mit „Morning of my Life“ eigene Wege ging, erntete sie viel Beifall. Zu Recht, wie sich anlässlich eines Doppel-Konzerts (im Rahmen ihrer Gospel-European-Tour) in der Stadtkirche zeigte.

veröffentlicht am 05.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 21:21 Uhr

Kelly mit Sängerinnen von Rhythm of life.  Foto: mig

Autor:

Michael Grundmeier

Die Treuesten der Treuen warten schon seit Stunden. „Wir wollen die besten Plätze kriegen“, erklären Susanne und Kerstin Geiger aus Münster. Die beiden waren schon Fans der Kelly-Family und reisen manchmal durch ganz Deutschland, um in der Nähe von Familien-Mitglied Kathy zu sein. „Am schönsten wäre es, wenn wir nachher noch ein Foto mit ihr machen dürften“, sagen sie. Kurz vor 20 Uhr kommt der andere Teil des Publikums: Besucher aus der Umgebung, die vor allem Neugier hierher getrieben hat. „Wir wollen sie mal aus der Nähe sehen“, sagt Ehepaar Mertens aus der Nähe Stadthagens.

Dass das so unterschiedliche Publikum am Ende begeistert Zugaben einfordert, ist neben dem Gospelchor „Rhythm of Life“ vor allem Kathy Kelly selbst zu danken. Die 46-Jährige feiert in diesem Jahr ihr 30. Bühnenjubiläum und kennt als Frontfrau und Produzentin der Kelly-Family das Musik-Business aus dem Eff-Eff. In der Stadtkirche lässt der Weltstar viel Nähe zu, erzählt von Umbaumaßnahmen auf Schloss Gymnich, dem Schlaganfall ihres Vaters und vom „Tütoborger Wald, der ist doch gleich hier in der Nähe“. Vor allem aber überzeugt sie mit ihrem unnachahmlichen Mezzo-Sopran, der an „Blackmore’s Night“ und an rauchige Kneipen erinnert. Das Programm ist breit gefächert: irische, spanische und französische Volksmusik, dazu eigene Pop-Songs. Musik, die Lust zum Tanzen macht („Morrigan“, „Let me win“) oder wehmütig stimmt („You raise me up“, „Nur unsere Füße, die sind frei“). Vor allem aber: Musik, die von Herzen kommt. Das spüren auch die Zuhörer, rund 400 sind es an diesem Abend. „Es war einfach großartig“, meint zum Schluss sogar das Ehepaar Mertens.

Ebenfalls großartig aufgelegt präsentierte sich „Rhythm of Life“ unter der Leitung von Imke Röder. Der Gospelchor präsentierte neben geistlichen („He’s got the whole world“, „Ride the chariot“) und weltlichen Stücken („Mamma Mia“), vor allem eine tolle Performance. Den Abschluss gestalteten dann die bekannte Künstlerin und der Bückeburger Chor gemeinsam mit dem schwungvollen „Good news, chariot’s coming“, sowie den „Irischen Segenswünschen“ (plus einer sehenswerten Tanzeinlage Kellys). Fazit: ein gelungenes Experiment, das gerne wiederholt werden darf.




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