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Grundschule Meinsen feiert Sommerfest

Die Welt ist bunt

MEINSEN/WARBER. Eine neue Schule, neue Freunde: für Flüchtlingskinder ist es oft nicht leicht, sich einzugewöhnen. Ein Schulfest, wie das an der Grundschule Meinsen, kann ihnen zeigen, dass sie willkommen sind.

veröffentlicht am 13.06.2016 um 11:29 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:22 Uhr

Senaja steht an einem Tisch und begutachtet die vielen Bastelarbeiten, die Schüler der 1. und 2. Klasse hergestellt haben. „Basteln aus Müll“ lautete das Motto – entstanden sind Autos aus Cola-Dosen und Rasseln aus Kronkorken. Eine tolle Idee, findet Senaja und rüttelt eines der Instrumente. „Hört sich richtig gut an“. Mehr als zufrieden ist auch Lehrerin Görlich, die das Projekt geleitet hat. Es sei erstaunlich, was die Schüler geleistet hätten, sagt sie. Und: „Man muss den Kinder nur etwas zutrauen.“

Ein Raum weiter gibt es ebenfalls einiges zu sehen: Ein Globus, der selbst zusammengebastelt wird und die Geschichte der Kakaobohne. Aus welchen Ländern kommt eigentlich die Schokolade, die wir im Laden kaufen? Eine kleine Karte zeigt das Herkunftsgebiet. Ein echter Höhepunkt ist das Theaterstück „Im Land der Blaukarierten“. Die Kinder stellen verschiedene, nach Farben getrennte Gruppen dar - Anders-Farbige werden ausgestoßen. Nur eine Gruppe nimmt andere auf: Eine Situation, die es so leider viel zu oft gibt.

Mit dem Schulfest (Motto: „Die Welt ist bunt“) geht auch eine Projektwoche zu Ende, die den Kindern viel Spaß gemacht hat, wie Ingrid Schultz sagt. „Sie waren alle sehr engagiert und haben sich gut eingebracht“, berichtet die Rektorin. Das Motto habe die Schule gewählt, „weil wir sieben Flüchtlingskinder hier haben, mit deren Herkunft wir uns beschäftigen wollten.“

Gleichzeitig seien Projektwoche und Schulfest ein „Willkommen“ gewesen: an die Kinder und ihre Eltern, die an diesem Nachmittag zahlreiche landestypische Speisen vorgestellt haben. „Die Eltern haben sich sehr eingebracht, dafür möchte ich mich hier noch einmal bedanken“, sagt Schultz. Eine besondere Herausforderung ist, dass die Flüchtlingskinder kein Deutsch sprechen und teilweise nicht einmal in der Schule waren.

Dazu Schultz: „Die Kinder bekommen Sprachförderunterricht, es ist aber schon eine Herausforderung.“ Von Vorteil sei in diesem Fall, dass die Grundschule Meinsen relativ klein ist. „Die Kinder finden schnell Anschluss und es entstehen schnell Freundschaften“, lässt Ingrid Schultz wissen.MEINSEN/WARBER. Eine neue Schule, neue Freunde: Für Flüchtlingskinder ist es oft nicht leicht, sich einzugewöhnen. Ein Schulfest, wie das an der Grundschule Meinsen, kann ihnen zeigen, dass sie willkommen sind.

Senaja steht an einem Tisch und begutachtet die vielen Bastelarbeiten, die Schüler der 1. und 2. Klasse hergestellt haben. „Basteln aus Müll“ lautete das Motto – entstanden sind Autos aus Cola-Dosen und Rasseln aus Kronkorken. „Eine tolle Idee“, findet Senaja und rüttelt eines der Instrumente. „Hört sich richtig gut an.“ Mehr als zufrieden ist auch Lehrerin Görlich, die das Projekt geleitet hat. Es sei erstaunlich, was die Schüler geleistet hätten, sagt sie. Und: „Man muss den Kinder nur etwas zutrauen.“

Ein Raum weiter gibt es ebenfalls einiges zu sehen: Ein Globus, der selbst zusammengebastelt wird und die Geschichte der Kakaobohne. Aus welchen Ländern kommt eigentlich die Schokolade, die wir im Laden kaufen? Eine kleine Karte zeigt das Herkunftsgebiet. Ein echter Höhepunkt ist das Theaterstück „Im Land der Blaukarierten“. Die Kinder stellen verschiedene, nach Farben getrennte Gruppen dar – Andersfarbige werden ausgestoßen. Nur eine Gruppe nimmt andere auf: Eine Situation, die es so leider viel zu oft gibt.

Mit dem Schulfest (Motto: „Die Welt ist bunt“) geht auch eine Projektwoche zu Ende, die den Kindern viel Spaß gemacht hat, wie Ingrid Schultz sagt. „Sie waren alle sehr engagiert und haben sich gut eingebracht“, berichtet die Rektorin. Das Motto habe die Schule gewählt, „weil wir sieben Flüchtlingskinder hier haben, mit deren Herkunft wir uns beschäftigen wollten“.

Gleichzeitig seien Projektwoche und Schulfest ein „Willkommen“ gewesen: an die Kinder und ihre Eltern, die an diesem Nachmittag zahlreiche landestypische Speisen vorgestellt haben. „Die Eltern haben sich sehr eingebracht, dafür möchte ich mich hier noch einmal bedanken“, sagt Schultz. Eine besondere Herausforderung ist, dass die Flüchtlingskinder kein Deutsch sprechen und teilweise nicht einmal in der Schule waren.

Dazu Schultz: „Die Kinder bekommen Sprachförderunterricht, es ist aber schon eine Herausforderung.“ Von Vorteil sei in diesem Fall, dass die Grundschule Meinsen relativ klein ist. „Die Kinder finden schnell Anschluss und es entstehen schnell Freundschaften“, lässt Ingrid Schultz wissen.




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