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Gesamtkosten von 97 000 Euro / Stadt gibt Co-Finanzierung von 15 000 Euro / Leader-Mittel beantragt

Dorfladen samt Café nimmt Form an

BÜCKEBURG. Der geplante Dorfladen samt angeschlossenem Dorfcafé in Meinsen-Warber nimmt weiter Form an. Einstimmig hat sich der Wirtschafts- und Finanzausschuss auf seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, sich mit einer Co-Finanzierung von 15 000 Euro an dem Projekt zu beteiligen. Das letzte Wort haben jetzt noch der Verwaltungsausschuss beziehungsweise der Rat. Das Gesamtvolumen der zu finanzierenden Kosten beträgt rund 97 000 Euro, wie der Arbeitskreis „Nahversorger Meinsen-Warber-Rusbend“ ausgerechnet hat. Wie es sonst laufen soll, lesen Sie morgen in Ihrer SZ/LZ oder hier:

veröffentlicht am 12.03.2019 um 15:33 Uhr

Auf dem Hof Ovesiek mitten im Dorfzentrum von Meinsen soll der Dorfladen samt angeschlossenem Dorfcafé entstehen. Foto: bus
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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55 Prozent der Kosten oder 53 350 Euro hofft der noch zu gründende Betreiberverein aus Leader-Mittel vom Landkreis beziehungsweise der EU zu erhalten. Erste Gespräche mit einem Leader-Vertreter seien geführt worden – mit sehr guten Ergebnissen, wie es im Kurzkonzept zum Dorfladen heißt.

Wie Stadtkämmerer Reiner Wilharm sagte, unterstütze die Stadt das Projekt, weil nicht nur Meinsen-Warber, sondern auch Rusbend und Cammer von dem Nahversorger Dorfladen profitieren können. Der Dorfladen im Mittelpunkt Meinsen-Warbers sei nicht als Konkurrenz zu bestehenden Geschäften zu sehen. Alle Vorgaben und Empfehlungen des kürzlich fortgeschriebenen Einzelhandelskonzepts würden eingehalten, wie es in der Ratsvorlage heißt. Für Meinsen, Warber und Rusbend würden erreichbare Nahversorgungsangebote fehlen und Kleinflächenkonzepte kaum rentabel betrieben werden können. Die Stadt: „Daher wird die Ansiedlung von alternativen Vertriebskonzepten und -angeboten empfohlen.“

„Wir sind dafür“, sagte Mehrheitschef Jens Bartling (SPD). Der Vorratsbeschluss könne gefasst werden, auch wenn der Verein noch nicht gegründet ist. CDU-Fraktionschef Axel Wohlgemuth bezeichnete „das erste und einmalige Projekt“ in Bückeburg als „unterstützenswert“. Obwohl seine Fraktion das Thema noch nicht abschließend beraten hatte stimmte sie mit einer Enthaltung dem Zuschuss von 15 000 Euro zu.

Der Dorfladen soll auf dem Anwesen der Ovesieks im Dorfzentrum von Meinsen eingerichtet werden. Mit dem Eigentümer ist bereits Einigung erzielt worden. Der Laden wird eine Fläche von rund 65 Quadratmeter haben, das Dorfcafé circa 25 Quadratmeter. Dazu kommen Hauswirtschaftsraum und getrennte Toilettenanlagen. Außer in Einrichtung und Erstausstattung für Laden und Café muss noch in Umbauten und Erweiterungen, den Brandschutz und neue Elektrik investiert werden.

Das Konzept sieht vor, dass mit dem Dorfladen ein Nahversorger für die Grundversorgung der Bevölkerung geschaffen wird. Der Schwerpunkt liegt auf lokalen und regionalen Erzeugnissen, Bioprodukten und unverpackten Waren, wie Dirk Bussmann vom Arbeitskreis im Ausschuss erläuterte. Der Betrieb des Ladens soll über die ehrenamtlichen Mitglieder des Trägervereins gewährleistet werden. Dadurch entstehen keine Personalkosten. Bussmann: „Sonst rechnet es sich nicht.“

Für Vereinsmitglieder, Monatsbeitrag zehn Euro – soll es Vergünstigungen geben. Sie müssen nur zehn Prozent Aufschlag auf den Einkaufspreis zahlen, Nichtmitglieder müssen mit 40 Prozent rechnen. Die Öffnungszeiten sollen sich stark an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Ein durchgehender Geschäftsbetrieb werde aber nur mit genügend Ehrenamtlichen zu erreiche sein. Daher wird am Anfang mit Kernöffnungszeiten gearbeitet.




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