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Nach dem Tod von Bernd Insinger – SPD-Fraktion regelt Nachfolgefragen

Dr. Jens Bartling übernimmt

BÜCKEBURG. Die SPD-Fraktion hat die Nachfolgefragen des kürzlich verstorbenen Fraktionsvorsitzenden Bernd Insinger entschieden. Neuer Fraktionschef ist seit Donnerstagabend Dr. Jens Bartling, der einstimmig in das Amt gewählt wurde. Am Montagabend konnte die Mehrheitsgruppe zusammenkommen, um über den Vorsitz der Gruppe zu entscheiden. Es gilt aber als sicher, dass die Grünen-Fraktion die Entscheidung ihres Bündnispartners mittragen wird. Auch die anderen Sitze Insingers werden teilweise von Barting übernommen. Sitz und Vorsitz im Bau- und Umweltausschuss übernimmt Ratsfrau Sandra Schauer.

veröffentlicht am 04.01.2019 um 11:23 Uhr
aktualisiert am 04.01.2019 um 16:20 Uhr

Dr. Jens Bartling ist der neue Chef der SPD-Fraktion und wird aller Voraussicht nach am Montag auch zum Chef der Mehrheitsgruppe gewählt. Foto: r
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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„Wir freuen uns, dass wir so schnell einstimmige Nachfolgelösungen gefunden haben“, sagten Dr. Jens Bartling und sein Stellvertreter Reinhard Luhmann während eines Pressegesprächs am Freitagmorgen. Die Einstimmigkeit zeige die Geschlossenheit der Fraktion: „Wir sind politisch wieder komplett.“ Die Fraktion habe nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod Insingers vor einer schwierigen Situation gestanden und sich Zeit genommen und erbeten, diese Situation zu verarbeiten. Die SPD-Fraktion danke Rat und Verwaltung, dass sie dieses Vorgehen mitgetragen haben.

Wie Bartling sagte, werde er die Arbeit an der Spitze der Fraktion sachorientiert und mit ruhiger Hand fortführen und nicht die Konfrontation suchen, ganz nach dem Vorbild und im Sinne Insingers. An den Inhalten in der Ratsarbeit habe sich durch seine Wahl nichts verändert. Die verlässliche und solide Haushaltsführung werde wie bisher fortgesetzt. Mit Kindergärten und Krippen, den Grundschulen und dem Sanierungsgebiet an der Windmühlenstraße seien die großen Themen der kommenden Jahre bereits mehrfach diskutiert und erörtert worden: „Das sind die großen Brocken.“

Bartling ist erst seit Kommunalwahl 2016 Ratsherr und trat in diesem Jahr auch erst in die SPD ein. „Eine schnelle Übernahme von Verantwortung“, wie er es selbst bezeichnete. Durch die äußeren Umstände habe es aber keine andere Wahl gegeben: „Jemand musste es machen.“ Nach Informationen unserer Zeitung war schon kurz nach dem Tod Insingers alles auf die Wahl Bartlings hinausgelaufen.

Der 51-Jährige, wohnhaft im Ortsteil Meinsen, ist verheiratet und Vater zweiter Kinder. Er ist studierter Chemiker und arbeitet als Betriebsleiter bei der Siegfried AG in Minden, der früheren Knoll beziehungsweise BASF.

Neben der Neuwahl des Fraktionschefs hat die SPD-Fraktion auch eine ganze Reihe von Entscheidungen gefällt, wer künftig Sitz und Stimme in welchen Ausschüssen hat. „Alle ebenfalls einstimmig“, wie Barlting und Luhmann betonten. Bartling wird Beigeordneter und erhält Sitz und Stimme im Verwaltungsausschuss, nach dem Rat das zweitwichtigste Entscheidungsgremium einer Kommune. Bartling übernimmt ebenfalls die Sitze von Insinger in Wirtschafts- und Finanzausschuss, den Betriebsausschüssen von Wirtschaftsbetrieben und Hafenbetrieb sowie im Wirtschaftsrat Bückeburger Stadtmarketing.

Für Bernd Insinger rückt Ratsfrau Dipl.-Ing. Sandra Schauer in den Bau- und Umweltausschuss und übernimmt dort auch den Vorsitz. Um sich „nicht zu verzetteln“ gibt Bartling seinen Sitz im Schulausschuss an Benjamin Stahlhut ab, Bartlings Sitz im Ausschuss des Abwasserbetriebs übernimmt der Nachrücker Wilfried Wilharm, der den Ratssitz von Insinger in der Dezember-Sitzung übernommen hat. Sandra Schauer gibt ihren Sitz im Schulausschuss ab, den ebenfalls Wilfried Wilharm übernimmt, ebenso den Sitz im Unterhaltungsverband „Bückeburger Aue“. Horst Schwarze wird Aufsichtsrat der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH.

Mit der Wahl von Bartling und der Übernahme des Ausschussvorsitzes im Bau- und Umweltausschuss durch Sandra Schauer hat die SPD-Fraktion ihre Führungsspitzen deutlich verjüngt. Durchaus auch schon ein Zeichen für die Kommunalwahl 2021, wie Luhmann auf Nachfrage bestätigte.




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