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„Königs-Indisch“: Regine Rinne stellt neues Buch vor / Erneut Karrierefrau im Zentrum

Ein Buch wie ein Bellini

BÜCKEBURG. Ihre Heldinnen sind weg Karrierefrauen – und als Archäologin, Architektin und Pilotin starke Persönlichkeiten: In „Königs-Indisch“, dem neuen und achten Roman ihrer Reihe „Der Kick des chicen Jobs“, steht mit Alyson Philipps eine Dirigentin im Mittelpunkt. Jetzt hat Caroline Robichaud, die mit bürgerlichem Namen Regine Rinne heißt, in Rinteln geboren wurde und eine Wohnung in Bückeburg besitzt, eine der ersten Ausgaben der Stadtbücherei übereignet; dort wird es in Kürze ausleihbar sein.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 12:45 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 18:50 Uhr

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Autor:

THOMAS WÜNSCHE
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BÜCKEBURG. Ihre Heldinnen sind durch die Bank weg Karrierefrauen – und als Archäologin, Architektin und Pilotin starke Persönlichkeiten: In „Königs-Indisch“, dem neuen und nunmehr achten Roman ihrer Reihe „Der Kick des chicen Jobs“, steht mit Alyson Philipps eine Dirigentin im Mittelpunkt. Jetzt hat Caroline Robichaud, die mit bürgerlichem Namen Regine Rinne heißt, in Rinteln geboren wurde und eine Wohnung in Bückeburg besitzt, eine der ersten Ausgaben des Buches der Stadtbücherei an der Schulstraße übereignet; dort wird es in Kürze ausleihbar sein.

„Es ist eine Lovestory, utopisch und sehr musisch“, berichtet Robichaud. Die Figur der Heldin und Dirigentin hat sie mit leichter Hand erschaffen; die Autorin ist nämlich auch als Organistin tätig. In dem 288 Seiten starken Roman, dessen Titel „Königs-Indisch“ auf eine Eröffnung im Schachspiel zurückgeht, führt ihr Job Alyson Philipps zusammen mit ihren Kollegen ständig in aufregende Situationen – in Ländern, in denen sich die Abenteuer nur so aneinanderreihen. Dabei durchläuft Phi-lipps eine Wandlung – von der Musik-Managerin zur wirklichen Künstlerin. „Königs-Indisch“ ist aber auch ein Entwicklungsroman von einem Mann zum nächsten, überwiegend optimistisch und nach vorn gerichtet. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert die Autorin, die in Heidelberg und Bünde lebt und arbeitet, dabei ebenso wie die Folgen der Globalisierung und die damit verbundenen weltweiten Beziehungen ihrer Figuren.

Das Originelle an dem Buch: „Es ist nicht in Kapitel, sondern in ,Drinks‘ gegliedert“, erzählt die 66-Jährige. Besagte „Kapitel“ nennen sich etwa Bellini, Vulcano und Thunderstorm und liefern das Rezept des jeweiligen Cocktails unter der jeweiligen Kapitelüberschrift gleich mit. Bei Bellini zum Beispiel: 5 cl Pfirsichnektar von frischem Pfirsich; 10 cl eiskalter Sekt; 1 Spritzer Grenadine nach Geschmack.

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Das Schreiben entdeckte Robichaud bereits, als sie noch Regine Rinne hieß und am Städtischen Mädchengymnasium Udo Jürgens interviewte. In Heidelberg und später dann in Paris studierte sie als junge Frau Geschichte und französische Literatur. Rinne schrieb unter anderem für die Rhein-Neckar-Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau und das Lifestyle-Magazin „feine adressen“. Zur Jahrtausendwende tauschte sie den Job der Journalistin gegen den der Buchautorin ein. „Liebe in Luv“ wurde 2004 ihr erster größerer Erfolg. Ein Roman über Frauen, die sechs Kinder haben und dennoch Karriere machen und die über Sport zu ihrer wahren Bestimmung kommen. Ein Roman aber auch über Segeln und Archäologie. Statt in Kapitel ist er in verschiedene Figuren aus dem Eiskunstlauf (Salchow, Rittberger, Flip) unterteilt.

Übriges: Ihr nächstes und dann neuntes Buch hat Robichaud bereits in Arbeit. „Abermals geht es um eine starke Karrierefrau. Eine Winzerin. Hundert Seiten habe ich schon fertig“, so die Autorin. Auch dieses Werk wird keine Kapitel haben. Doch statt in Drinks oder Tänze, soll es diesmal in verschiedene „Porzellane“ unterteilt werden. Der Roman soll noch 2018 erscheinen.
Das Buch „Königs-Indisch“ von Caroline Robichaud ist in der Edition R + R bei Books on Demand (Norderstedt) erschienen und kostet 14,90 Euro, in der Kindle-Edition für Smartphone, Tablet oder PC 9,99 Euro. ISBN 9783748107460.




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