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Alarmübung des Löschzug Bückeburg Ost in Scheie / Menschen nach Verpuffung „gerettet“

Ein Knall als Auftakt

SCHEIE. Ein ohrenbetäubender Knall hallt durch die Straßen Scheies. In einem Silogebäude an der Hauptstraße ist es zu einer Verpuffung gekommen. Dichter Rauch steigt aus der Halle auf und Menschen schreien um Hilfe. Wenige Sekunden später ist die Sirene der Scheier Feuerwehr zu hören, welche parallel zu den Digitalen Meldeempfängern der Wehr mitausgelöst wird. Nicht nur in Scheie auch in den Nachbarorten Bergdorf und Müsingen werden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus ihrem Feierabend gerissen.

veröffentlicht am 29.06.2016 um 12:36 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:42 Uhr

Die drei Freiwilligen Feuerwehren bilden den Löschzug Ost der Stadt Bückeburg, der zu diesem Einsatz anrückte. Was die Einsatzkräfte jedoch nicht wussten, war, dass es sich um eine Alarmübung handelt.

„Die Zusammenarbeit der drei Feuerwehren im Einsatzfall sowie im Atemschutzeinsatz und der Aufbau der Wasserversorgung sollen im Rahmen der Übung getestet werden.“, berichtet der Scheier Ortsbrandmeister Heiko Fernholz, welcher die Übung beobachtete. Alle Schritte der Übung werden von ihm für die spätere Auswertung notiert.

Als die ersten Einsatzkräfte der Scheier Feuerwehr eintreffen, erhalten sie von einer besorgten Anwohnerin die Information, dass in dem verrauchten Gebäude zum Zeitpunkt der Verpuffung drei Personen waren. Diese wurden seitdem nicht mehr gesehen.

Während sich die ersten Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausrüsten, beginnen weitere mit dem Aufbau der Wasserversorgung. Als Nachteil erweist sich dabei, dass das Scheier Tragkraftspritzenfahrzeug noch eines der älteren Generation ist, welches keinen Wassertank für den Erstangriff mitführt. Doch Abhilfe ist in Sicht. „Die Beschaffung eines modernen Mittleren Löschfahrzeuges mit Wassertank läuft bereits“ berichtet Fernholz.

Mit der Unterstützung der Kräfte aus Bergdorf und Müsingen kann der erste Löschangriff aufgebaut werden. Bereits 15 Minuten nach dem Alarm sind alle sechs Fahrzeuge des Löschzuges Ost mit 40 Einsatzkräften vor Ort.

Mehrere Trupps unter Atemschutz rücken in die große Halle vor. Zwar können schnell die Hilferufe der drei Arbeiter gehört werden, der Weg gestaltet sich unter Null-Sicht in der verrauchten Halle aber schwierig. Maschinen und Fahrzeuge sowie die Siloanlagen behindern das Vorgehen der Trupps. Immer wieder müssen die Schlauchleitungen nachgezogen werden, weil sie festhängen.

Trotz aller Hindernisse gelingt es mit etwas Verzögerung, alle drei Verletzten aus dem Gebäude zu retten. Fünf Trupps unter Atemschutz müssen dafür in die Halle eindringen. Ein Sicherheitstrupp steht vor dem Gebäude zusätzlich in Bereitschaft.

Während die Atemschutzgeräteträger in der Halle vorgehen, ist auch außerhalb viel zu tun. Zwei Schlauchleitungen zur Wasserversorgung werden verlegt. Um die Hauptstraße befahrbar zu halten, werden Schlauchbrücken eingesetzt, über die die Autofahrer die Schläuche überfahren können. Außerdem stehen Feuerwehrleute bereit, um die Verletzten in Empfang zu nehmen und zur Verletztensammelstelle zu bringen. Hier versorgen Feuerwehrleute die Verletzten, da der Rettungsdienst in dieser Übung nicht zur Verfügung steht. „Im Ernstfall würden Feuerwehrleute hier dem Rettungsdienst ebenfalls zur Hand gehen“, erklärt Einsatzleiter Michal Bschor.

Zur Koordinierung des Einsatzes hat sich im erst kürzlich in Dienst gestellten Mannschaftstransportfahrzeug der Bergdorfer Wehr eine Einsatzleitung unter Leitung von Michal Bschor gebildet. Das Fahrzeug ist entsprechend ausgerüstet, um bei Einsätzen des Löschzuges Ost die Koordinierung zu übernehmen. Bei größeren Einsatzlagen käme dann der Einsatzleitwagen aus Bückeburg dazu und würde diese Rolle übernehmen.

Nach etwas über einer Stunde ist die Übung beendet und alle Verletzten an der Sammelstelle versorgt. Auch der Kleinbrand, welcher durch die Verpuffung entstanden ist, ist liquidiert.

Nachdem die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt wird, gibt es im Feuerwehrhaus Scheie eine kurze Auswertung. Die Übung hat gut geklappt. „Im Bereich der Führung- und Kommunikation haben wir einige Defizite festgestellt, die es nun zu optimieren gilt“, berichtet Heiko Fernholz im Anschluss. Dies stelle jedoch kein Problem dar, denn genau dafür wurde die Übung auch durchgeführt: Es sollten Schwachstellen aufgedeckt werden, um sie nun verbessern zu können.

Auch von den Teilnehmern gibt es großes Interesse an der Alarmübung. „Übungen in diesem Rahmen sollten regelmäßig auch mit anderen Feuerwehren und Organisationen durchgeführt werden“, so der einheitliche Tenor.redSCHEIE. Ein ohrenbetäubender Knall hallt durch die Straßen Scheies. In einem Silogebäude an der Hauptstraße ist es zu einer Verpuffung gekommen. Dichter Rauch steigt aus der Halle auf und Menschen schreien um Hilfe.

Wenige Sekunden später ist die Sirene der Scheier Feuerwehr zu hören, welche parallel zu den Digitalen Meldeempfängern der Wehr mitausgelöst wird. Nicht nur in Scheie auch in den Nachbarorten Bergdorf und Müsingen werden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus ihrem Feierabend gerissen. Die drei freiwilligen Feuerwehren bilden den Löschzug Ost der Stadt Bückeburg, der zu diesem Einsatz anrückte. Was die Einsatzkräfte jedoch nicht gewusst haben, war, dass es sich um eine Alarmübung handelt.

„Die Zusammenarbeit der drei Feuerwehren im Einsatzfall sowie im Atemschutzeinsatz und der Aufbau der Wasserversorgung sollen im Rahmen der Übung getestet werden“, berichtet der Scheier Ortsbrandmeister Heiko Fernholz, welcher die Übung beobachtet hat. Alle Schritte der Übung werden von ihm für die spätere Auswertung notiert.

Als die ersten Einsatzkräfte der Scheier Feuerwehr eintreffen, erhalten sie von einer besorgten Anwohnerin die Information, dass in dem verrauchten Gebäude zum Zeitpunkt der Verpuffung drei Personen waren. Diese sind seitdem nicht mehr gesehen worden.

Während sich die ersten Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausrüsten, beginnen weitere mit dem Aufbau der Wasserversorgung. Als Nachteil erweist sich dabei, dass das Scheier Tragkraftspritzenfahrzeug noch eines der älteren Generation ist, welches keinen Wassertank für den Erstangriff mitführt. Doch Abhilfe ist in Sicht. „Die Beschaffung eines modernen Mittleren Löschfahrzeuges mit Wassertank läuft bereits“, berichtet Fernholz.

Mit der Unterstützung der Kräfte aus Bergdorf und Müsingen kann der erste Löschangriff aufgebaut werden. Bereits 15 Minuten nach dem Alarm sind alle sechs Fahrzeuge des Löschzuges Ost mit 40 Einsatzkräften vor Ort.

Mehrere Trupps unter Atemschutz rücken in die große Halle vor. Zwar können schnell die Hilferufe der drei Arbeiter gehört werden, der Weg gestaltet sich unter Null-Sicht in der verrauchten Halle aber schwierig. Maschinen und Fahrzeuge sowie die Siloanlagen behindern das Vorgehen der Trupps. Immer wieder müssen die Schlauchleitungen nachgezogen werden, weil sie festhängen.

Trotz aller Hindernisse gelingt es mit etwas Verzögerung, alle drei Verletzten aus dem Gebäude zu retten. Fünf Trupps unter Atemschutz müssen dafür in die Halle eindringen. Ein Sicherheitstrupp steht vor dem Gebäude zusätzlich in Bereitschaft.

Während die Atemschutzgeräteträger in der Halle vorgehen, ist auch außerhalb viel zu tun. Zwei Schlauchleitungen zur Wasserversorgung werden verlegt. Um die Hauptstraße befahrbar zu halten, werden Schlauchbrücken eingesetzt, über die die Autofahrer die Schläuche überfahren können. Außerdem stehen Feuerwehrleute bereit, um die Verletzten in Empfang zu nehmen und zur Verletztensammelstelle zu bringen. Hier versorgen Feuerwehrleute die Verletzten, da der Rettungsdienst in dieser Übung nicht zur Verfügung steht. „Im Ernstfall würden Feuerwehrleute hier dem Rettungsdienst ebenfalls zur Hand gehen“, erklärt Einsatzleiter Michal Bschor.

Zur Koordinierung des Einsatzes hat sich im erst kürzlich in Dienst gestellten Mannschaftstransportfahrzeug der Bergdorfer Wehr eine Einsatzleitung unter Leitung von Michal Bschor gebildet. Das Fahrzeug ist entsprechend ausgerüstet, um bei Einsätzen des Löschzuges Ost die Koordinierung zu übernehmen. Bei größeren Einsatzlagen käme dann der Einsatzleitwagen aus Bückeburg dazu und würde diese Rolle übernehmen.

Nach etwas über einer Stunde ist die Übung beendet und alle Verletzten an der Sammelstelle versorgt. Auch der Kleinbrand, welcher durch die Verpuffung entstanden ist, ist liquidiert.

Nachdem die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt wird, gibt es im Feuerwehrhaus Scheie eine kurze Auswertung. Die Übung hat gut geklappt. „Im Bereich der Führung und Kommunikation haben wir einige Defizite festgestellt, die es nun zu minimieren gilt“, berichtet Heiko Fernholz im Anschluss. Dies stelle jedoch kein Problem dar, denn genau dafür wurde die Übung auch durchgeführt: Es sollten Schwachstellen aufgedeckt werden, um sie nun ausmerzen zu können.

Auch von den Teilnehmern gibt es großes Interesse an der Alarmübung. „Übungen in diesem Rahmen sollten regelmäßig auch mit anderen Feuerwehren und Organisationen durchgeführt werden“, so der einheitliche Tenor.red




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