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Prominenz in der Grundschule Am Harrl / Zur Anfahrt die ganze Nacht im Zug gesessen

Erbprinz Donatus liest vor

BÜCKEBURG. Zum bundesweiten Vorlesetag im November werden gerne Prominente in die Schulen oder Kindergärten eingeladen. In diesem Jahr hat Donatus, Erbprinz zu Schaumburg-Lippe, die Einladung zum Vorlesen an der Grundschule Am Harrl angenommen. Locker und mit viel Humor las er aus dem Buch „Allein unter Dieben – Meine verrückte Verbrecherfamilie“ den Dritt- und Viertklässlern vor.

veröffentlicht am 18.11.2018 um 11:03 Uhr

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Autor:

Gabi Nachstedt
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Wie Rektorin Antje Kronenberg berichtete, nimmt die Leseförderung an der Grundschule Am Harrl einen großen Teil der pädagogischen Arbeit ein. Mit Spendeneinnahmen der Stiftung Lesen, Charity-Partner beim Weihnachtszauber, wurde vor einem Jahr der Leseclub eröffnet. Dadurch konnten zahlreiche neue Bücher angeschafft werden. Unterschiedliche Angebote dienen dazu, bei den Schülern Freude am Lesen und Spaß an Büchern zu entwickeln. So hat die Bücherei in jeder ersten großen Pause zum Schmökern oder Ausleihen geöffnet oder es gibt ein Lese-AG, bei der sich Kinder untereinander Bücher vorstellen.

Die Grundschule Am Harrl kooperiert zusätzlich mit der Bürgerstiftung Schaumburg. Bei dem Projekt Leselust kommen Lesepaten in die Schulen, lesen vor oder unterstützen einzelne Schüler durch geduldiges Zuhören und klären, gerade mit Kindern, deren Erstsprache kein Deutsch ist, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

Donatus Erbprinz zu Schaumburg-Lippe verneinte, dass er Lampenfieber vor diesem Termin gehabt habe. Das sei für ihn nichts Besonderes, da er häufig seinen kleinen Schwestern oder Nichten vorlese. Seine Sorge sei es vielmehr gewesen, rechtzeitig in Bückeburg anzukommen, weil er, aus Luxemburg kommend, die ganze Nacht im Zug gesessen habe, und bei der Bahn könne man ja nie wissen, ob alles klappe.

Der künftige Schlossherr las dann jedoch ganz entspannt aus dem recht witzigen Buch vor, das mit einer ganz modernen Weihnachtsgeschichte beginnt. Dabei stellte er immer wieder Zwischenfragen an die Kinder und entwickelte mit ihnen nach dem Vorlesen Ideen, wie man sich die klassische weihnachtliche Überlieferung von Josef, Maria, Jesuskind, Stall und Esel heute vorstellen könnte. Dazu ein Schüler: „Dann nehmen die eben nicht einen Esel, sondern fahren mit dem Taxi zum Stall.“




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