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Eckdaten für den neuen Containerhafen in der Verbandsversammlung / Aue-Renaturierung bereits abgeschlossen

Erster Spatenstich für den RegioPort im 4. Quartal

BÜCKEBURG/MINDEN. Der Baubeginn für den Containerhafen RegioPort Weser I am Mittellandkanal soll im vierten Quartal dieses Jahres sein. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2017 vorgesehen. Diese Zeitschiene haben die verantwortlichen Planer der Projektgruppe in der jüngsten Sitzung des Planungsverbands RegioPort im Bückeburger Rathaus am Mittwochabend genannt. Danach wird Ende Juni der Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb auf dem entsprechenden EU-Vergabeportal veröffentlicht. Firmen, die den Hafen bauen wollen, können dort ihre Angebote einreichen. Donnerstagmorgen fand ein letztes Abstimmungsgespräch mit beteiligten Bau-Ingenieuren statt, um mit dem eigentlichen Neubau des Hafens beginnen zu können.

veröffentlicht am 16.06.2016 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:22 Uhr

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Nach den Zeitplanungen von 2013 sollte der Hafen bereits Ende 2016 fertiggestellt sein. Die Investitionssumme beträgt knapp 17 Millionen Euro. Der Hafen hat eine Kaikante von 350 Metern und drei Liegeplätze, das Hafengebiet eine Größe von 14 Hektar, in den ursprünglichen Planungen waren einmal knapp 30 Hektar vorgesehen. Der Bebauungsplan für den Containerhafen ist kürzlich in Kraft getreten. Ein Vertreter der Bürger-Initiative Bicon klagt gegen Festsetzungen dieses Plans (wir berichteten).

Der externe Mitarbeiter der Projektgruppe, Manfred Hagenkamp, erläuterte in der Sitzung eine Reihe weiterer Maßnahmen, die im Zuge des Neubaus bereits umgesetzt sind oder noch umgesetzt werden müssen. Die letzten Abstimmungen für den Kauf und die Errichtung der Containerbrücke, mit der die Container be- und entladen werden, laufen bereits. Die Ausschreibung soll im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen. Die Lieferzeit beträgt zwölf bis 15 Monate und soll Ende 2017 geliefert werden. Die Containerbrücke wird so gebaut, dass zwei nebeneinanderliegende Containerschiffe be- oder entladen werden können – oder von Schiff zu Schiff.

Die Eisenbahnbrücke, um das Hafengebiet zu erreichen, ist im April 2015 fertiggestellt worden, die neue Straßenbrücke für die B 482 soll im ersten Quartal 2017 fertig sein. Der Ausbau der Magdeburger Straße auf Mindener Seite als Zufahrt zum Hafengebiet soll nach Auskunft des Planers ab August 2016 ausgebaut werden, die Fertigstellung ist für Juli 2017 vorgesehen. Die Ausschreibung ist 90 000 Euro unter den ursprünglich kalkulierten Kosten geblieben. Die Errichtung der neuen Lärmschutzwand westlich der B 482 beginnt Anfang kommenden Jahres und soll Ende 2018 fertig sein. Der Planungsauftrag für den auf der östlichen Seite des Hafengeländes vorgesehenen Eingrünungsstreifen ist bereits vergeben. Im Herbst wird gepflanzt. Zudem laufen diverse Verfahren, um die Eingriffe in die Natur für die Tier- und Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten.

Bis auf die Herstellung einer Rampe für den geplanten Radweg um das Hafengelände herum, der Anlegung von Wegbanketten und der Abfuhr von verbliebenem Boden ist die Renaturierung der Bückeburger Aue direkt auf der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen abgeschlossen, wie der beauftragte Landschaftsplaner Wolfgang Hanke in der Versammlung berichtete. Auch hier werden die Anpflanzungen im Herbst erfolgen.

Die Aue ist den Winter über im Bereich des Hafengeländes als Kompensationsmaßnahme für die Eingriffe in die Natur und als Puffer zum angrenzenden FFH-Gebiet Schaumburger Wald von einem strukturarmen Gewässer in ein strukturreiches Gewässer umgewandelt worden. Die Aue schlängelt sich wieder, es gibt Flachwasser und Überschwemmungsbereiche. Ein Teil des Altlaufs wurde an den Neulauf angeschlossen, eine Flutmulde ist angelegt. Die Baustraße bleibt bestehen, um auf ihr den Radweg um den Hafen herumzuführen. In mehreren Begehungen sind alle Details mit den hinzugezogenen Natur- und Landschaftsschützern abgestimmt worden.

Erste Erfolge gibt es bereits, wie Hanke berichtete. So haben sich zwei Pärchen Flussregenpfeifer angesiedelt Es gibt stabile Population der Libellen-Arten Helm-Azurjunger und Spitzenfleck. Da subfossile Bachmuscheln gefunden wurden, wird ein weiteres Ansiedlungsprojekt in Erwägung gezogen.BÜCKEBURG/MINDEN. Der Baubeginn für den Containerhafen RegioPort Weser I am Mittellandkanal soll im vierten Quartal dieses Jahres sein. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2017 vorgesehen. Diese Zeitschiene haben die verantwortlichen Planer der Projektgruppe in der jüngsten Sitzung des Planungsverbands RegioPort im Bückeburger Rathaus am Mittwochabend genannt. Danach wird Ende Juni der Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb auf dem entsprechenden EU-Vergabeportal veröffentlicht. Firmen, die den Hafen bauen wollen, können dort ihre Angebote einreichen. Gestern Morgen fand ein letztes Abstimmungsgespräch mit beteiligten Bau-Ingenieuren statt, um mit dem eigentlichen Neubau des Hafens beginnen zu können.

Nach den Zeitplanungen von 2013 sollte der Hafen bereits Ende 2016 fertiggestellt sein. Die Investitionssumme beträgt knapp 17 Millionen Euro. Der Hafen hat eine Kaikante von 350 Metern und drei Liegeplätze, das Hafengebiet eine Größe von 14 Hektar, in den ursprünglichen Planungen waren einmal knapp 30 Hektar vorgesehen. Der Bebauungsplan für den Containerhafen ist kürzlich in Kraft getreten. Ein Vertreter der Bürger-Initiative Bicon klagt gegen Festsetzungen dieses Plans (wir berichteten).

Der externe Mitarbeiter der Projektgruppe, Manfred Hagenkamp, erläuterte in der Sitzung eine Reihe weiterer Maßnahmen, die im Zuge des Neubaus bereits umgesetzt sind oder noch umgesetzt werden müssen. Die letzten Abstimmungen für den Kauf und die Errichtung der Containerbrücke, mit der die Container be- und entladen werden, laufen bereits. Die Ausschreibung soll im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen. Die Lieferzeit beträgt zwölf bis 15 Monate und soll Ende 2017 geliefert werden. Die Containerbrücke wird so gebaut, dass zwei nebeneinanderliegende Containerschiffe be- oder entladen werden können – oder von Schiff zu Schiff.

Die Eisenbahnbrücke, um das Hafengebiet zu erreichen, ist im April 2015 fertiggestellt worden, die neue Straßenbrücke für die B 482 soll im ersten Quartal 2017 fertig sein. Der Ausbau der Magdeburger Straße auf Mindener Seite als Zufahrt zum Hafengebiet soll nach Auskunft des Planers ab August 2016 ausgebaut werden, die Fertigstellung ist für Juli 2017 vorgesehen. Die Ausschreibung ist 90 000 Euro unter den ursprünglich kalkulierten Kosten geblieben. Die Errichtung der neuen Lärmschutzwand westlich der B 482 beginnt Anfang kommenden Jahres und soll Ende 2018 fertig sein. Der Planungsauftrag für den auf der östlichen Seite des Hafengeländes vorgesehenen Eingrünungsstreifen ist bereits vergeben. Im Herbst wird gepflanzt. Zudem laufen diverse Verfahren, um die Eingriffe in die Natur für die Tier- und Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten.

Bis auf die Herstellung einer Rampe für den geplanten Radweg um das Hafengelände herum, der Anlegung von Wegbanketten und der Abfuhr von verbliebenem Boden ist die Renaturierung der Bückeburger Aue direkt auf der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen abgeschlossen, wie der beauftragte Landschaftsplaner Wolfgang Hanke in der Versammlung berichtete. Auch hier werden die Anpflanzungen im Herbst erfolgen.

Die Aue ist den Winter über im Bereich des Hafengeländes als Kompensationsmaßnahme für die Eingriffe in die Natur und als Puffer zum angrenzenden FFH-Gebiet Schaumburger Wald von einem strukturarmen Gewässer in ein strukturreiches Gewässer umgewandelt worden. Die Aue schlängelt sich wieder, es gibt Flachwasser und Überschwemmungsbereiche. Ein Teil des Altlaufs wurde an den Neulauf angeschlossen, eine Flutmulde ist angelegt. Die Baustraße bleibt bestehen, um auf ihr den Radweg um den Hafen herumzuführen. In mehreren Begehungen sind alle Details mit den hinzugezogenen Natur- und Landschaftsschützern abgestimmt worden.

Erste Erfolge gibt es bereits, wie Hanke berichtete. So haben sich zwei Pärchen Flussregenpfeifer angesiedelt Es gibt stabile Population der Libellen-Arten Helm-Azurjunger und Spitzenfleck. Da subfossile Bachmuscheln gefunden wurden, wird ein weiteres Ansiedlungsprojekt in Erwägung gezogen.




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