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Stadt kann Rechtsanspruch erfüllen / Der tatsächliche Bedarf ist aber nicht gedeckt

Es fehlen weiterhin Kita-Plätze

STADTHAGEN. Nach der Einrichtung einer Integrations- und einer Krippengruppe durch die Paritätische Lebenshilfe (PLSW) ist das Betreuungsproblem in Stadthagen noch nicht gelöst. Wie Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) auf Anfrage einräumt, kann die Stadt dadurch zwar den Rechtsanspruch abdecken, jedoch nicht den tatsächlichen Bedarf. Denn nach wie vor gibt es in den Kindergärten einen Mangel an Vormittagsplätzen.

veröffentlicht am 13.06.2016 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:22 Uhr

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Anhand der Anmeldezahlen für das kommende Betreuungsjahr war nach Angaben der Verwaltung abzusehen, dass im August 44 Kita-Plätze fehlen. Rein rechtlich konnte diese Lücke durch die beiden zusätzlichen PLSW-Gruppen geschlossen werden.

Der Rechtsanspruch gilt nach Angaben von Theiß allerdings nur für einen Kitaplatz, nicht für den Zeitraum der Betreuung. Das heißt: Melden Eltern den Bedarf an, kann die Stadt auf einen Platz im Kindergarten verweisen, auch wenn dieser nur nachmittags frei ist. Da die meisten Eltern allerdings vor allem vormittags eine Betreuung für ihre Kinder benötigen, ist ihnen damit kaum geholfen.

„Wir wollen dahin kommen, den tatsächlichen Bedarf besser abdecken zu können“, betont der Bürgermeister vor diesem Hintergrund. Dabei sei nach wie vor der Bau eines weiteren Kindergartens im Gespräch. Erweiterungsmöglichkeiten in den vorhandenen Einrichtungen der Stadt bestehen laut Theiß nicht mehr.

„Wir müssen sehen, wie nachhaltig ein Neubau angesichts des demographischen Wandels wäre. Gleichzeitig gilt es, dem derzeitigen Bedarf gerecht zu werden“, beschreibt der Bürgermeister das Dilemma. Vor diesem Hintergrund gebe es im Rathaus auch Überlegungen, das zusätzliche Betreuungsangebot in Container-Bauweise zu schaffen. Theiß: „Wir prüfen derzeit, welcher Standort in Frage kommt und was der Neubau in welcher Variante kosten würde.“

Denkbar sei der Bau eines Kindergartens durch die Stadt oder durch einen externen Träger. Vom Tisch sein dürfte nach Angaben von Theiß nach der Einrichtung zweier weiterer Gruppen eine weitere Einrichtung in Trägerschaft der PLSW. Wie berichtet, wird der Kindergarten Wendthagen um eine Integrationsgruppe bereichert und im heilpädagogischen Kindergarten Jägerhof eine weitere Krippengruppe geschaffen.




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