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Zeitrahmen wesentlich erweitert

Eveser Dorfwerkstatt nimmt „Vision 2040“ ins Visier

EVESEN. Fragen wie „Wo liegen unsere Stärken?“, „Worin sind wir nicht so gut?“ und „Wie wollen wir in den Orten etwas verbessern?“ soll ein Dorfentwicklungskonzept beantworten helfen, das im Eveser Ortsrat angeschoben worden ist. Die in diesem Zusammenhang organisierte Dorfwerkstatt hat jetzt zum zweiten Mal getagt.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 12:20 Uhr

Aktuell steht in Evesen die für Ende des Monats avisierte Schließung des Nahversorgers „Netto“ in der Diskussion. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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EVESEN. Zu Beginn der im Hotel/Restaurant „Große Klus“ tagenden Versammlung fasste Ivar Henckel vom Büro „Plan HC“ (Bad Nenndorf), das das Vorhaben ebenso unterstützend begleitet wie das Büro „Mensch und Region“ (Hannover, Matthias Lange), zunächst die Ergebnisse der Auftaktzusammenkunft zusammen. Henckel erinnerte daran, dass durch die politischen Gremien noch keine Beschlüsse bezüglich des weiteren Vorgehens zur Aufnahme in das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm gefasst wurden.

Dies soll sich Aussagen von Baubereichsleiter Jörn Sassenberg gemäß bereits während der bevorstehenden Sitzung des Bau- und Umweltschusses ändern. Allein habe Evesen lediglich geringe Erfolgsaussichten auf eine Aufnahme in das Programm. Daher stelle sich die Frage nach einer Erweiterung der Konzeptentwicklung um andere Ortsteile. Eventuell könnten Meinsen-Warber oder sogar alle Dörfer der Nordregion einbezogen werden.

Er gehe davon aus, dass in den weiteren Beratungen seitens der Politik dafür plädiert werde, „den Bogen größer zu spannen“, gab Sassenberg zu verstehen. Erst mit der Aufnahme in das Programm öffneten sich die Fördertöpfe. „Und erst dann wird es richtig spannend“, meinte der Chef des Verwaltungsfachbereichs Planen und Bauen.

In der Dorfwerkstatt werden Ideen für eine „Vision 2040“ gesammelt. Foto: bus

Konkret ging es in der aktuellen Sitzung um Ergänzungen und Priorisierungen der Ideen aus der ersten Werkstatt. Zudem wurden die Handlungsfelder verringert und neu zugeschnitten, von seinerzeit sieben auf jetzt sechs: Siedlungsstruktur; Klimaschutz, Ökologie, Landschaft; Demografie, Soziales, soziale Infrastruktur; Mobilität, Verkehr; Tourismus, Naherholung; Wirtschaft, Landwirtschaft, Gewerbe.

Darüber hinaus fassten die Planer den mit dem Zeitrahmen verbundenen Begriff „Zukunft“ wesentlich weiter als bisher und brachten eine „Vision 2040“ ins Spiel. Langfristige Entwicklungsideen spielten wie ortsübergreifende Visionen und Leitbilder auch bei der Förderung eine Rolle, erläuterte Henckel. Auch falls es nicht zu einer Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm kommen sollte, seien einigermaßen anschauliche Vorstellungen darüber von Vorteil, wie es 2040 aussehen solle und worauf hingearbeitet werden könne.

Die Werkstatt umfasst die Ortsteile Evesen, Petzen, Röcke, Berenbusch und Nordholz. Alle Beschlüsse bedürfen der Zustimmung des Stadtrates.




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