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Gitarrenklang mit Hand und Fuß

Falk Zenker demonstriert ausgefeilte Finger- und Fußtechnik

RUSBEND. Geschichten vom Abheben, Schweben und Fliegen haben Falk Zenker und seine sechssaitige Akustikgitarre bei einem Gastspiel auf Schloss Baum erzählt. Der in Weimar beheimatete Sologitarrist präsentierte vorwiegend Stücke aus seinem aktuellen, nunmehr vierten Album „Falkenflug“.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 14:15 Uhr

Virtuos: Falk Fenker. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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RUSBEND. Bevor er sein Publikum in atemberaubende Höhen und schwerelose Traumlandschaften entführte, standen indes zwei an mittelalterlichen Schrittfolgen orientierte Tanztitel auf dem Programm. Die von sphärischen Sequenzen geprägte Komposition „Verwandlung“ holte das Auditorium zurück in die Gegenwart.

Hier kamen erstmals einige von Zenkers zahllosen Effektgeräten zum Einsatz. Der Interpret, der mittlerweile auf 20 Jahre Solokonzerte zurückblicken kann und sich einen Platz in der obersten Liga der deutschen Akustikkünstler erspielt hat, widerstand aber der Versuchung, den Gerätschaften die Oberherrschaft über das Klangbild zu überlassen. Es war immer die Gitarre, die das musikalische Geschehen eindeutig dominierte.

Kam erfreulich hinzu, dass der Gast nicht nur über ein ausgeklügeltes Apparatesystem, sondern auch über eine ausgefeilte Fingertechnik verfügte. Und (was sich nur den Zuhörern in den vorderen Reihen erschloss) über eine ebenso filigrane Fußtechnik – Zenker bediente die auf dem Holzparkett des historischen Trophäensaals aufgereihten Aggregate mit bloßen Füßen. „Die Musik ist also im Wortsinn nicht nur hand-, sondern auch fußgemacht“, meinte Hausherr Klaus Harms schmunzelnd.




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