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2,7 Millionen Euro werden auf der Kläranlage investiert / Schmutzwassergebühren unverändert

Faulturm kommt jetzt 2019

BÜCKEBURG. Seit 2014 ist beraten und geplant worden: Jetzt zeichnet sich ab, dass der Faulturm auf der Kläranlage 2019 gebaut wird. 2,51 Millionen Euro sind im Wirtschaftsplan des stadteigenen Abwasserbetriebs verankert, 200 000 Euro bereits für die Vorplanungen ausgegeben worden. Eine Million Euro erhält der Abwasserbetrieb als Zuschuss aus Hannover. Mit dem durch den Faulturm erzeugten Strom sollen die Stromkosten der Kläranlage deutlich reduziert werden. Derzeit beträgt die jährliche Stromrechnung rund 210 000 Euro. Eine rentable Investition, wie bereits in mehreren Sitzungen des zuständigen Betriebsausschusses betont wurde. Die Schmutzwassergebühren bleiben unverändert bei 1,79 Euro.pro Kubikmeter.

veröffentlicht am 27.12.2018 um 13:33 Uhr
aktualisiert am 27.12.2018 um 17:50 Uhr

Die Abwassergebühren bleiben auch in 2019 unverändert bei 1,79 Euro je Kubikmeter.
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Seit 2014 ist beraten und geplant worden: Jetzt zeichnet sich ab, dass der Faulturm auf der Kläranlage 2019 gebaut wird. 2,51 Millionen Euro sind im Wirtschaftsplan des stadteigenen Abwasserbetriebs verankert, 200 000 Euro bereits für die Vorplanungen ausgegeben worden.

Eine Million Euro erhält der Abwasserbetrieb als Zuschuss aus Hannover. Mit dem durch den Faulturm erzeugten Strom sollen die Energiekosten der Kläranlage deutlich reduziert werden. Derzeit beträgt die jährliche Rechnung rund 210 000 Euro. Eine rentable Investition, wie bereits in mehreren Sitzungen des zuständigen Betriebsausschusses erläutert wurde. Und wie erneut betont wurde, als Ausschuss und Rat über den Wirtschaftsplan 2019 beraten und ihm einstimmig zugestimmt haben.

Die gute Nachricht für die Bückeburger: Die Gebühren für Schmutzwasser bleiben unverändert bei 1,79 Euro pro Kubikmeter und werden auch 2019 nicht erhöht. Das Gleiche gilt für die Niederschlagsentwässerung, die bei 31 Cent pro Quadratmeter überbauter oder befestigter Fläche liegt und ebenfalls 2019 nicht erhöht wird. Mit den Gebührensätzen liegt Bückeburg weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Auch in der Region werden teilweise deutlich höhere Gebühren erhoben. 2019 endet allerdings der dreijährige Kalkulationszeitraum. Im Laufe des Jahres muss beraten werden, ob die Gebühren gehalten werden können.

Im Erfolgsplan stehen Erträgen, also Einnahmen aus Schmutzwasser- und Oberflächenentwässerungsgebühren, in Höhe von knapp drei Millionen Euro Aufwendungen in Höhe von 2,75 Millionen Euro gegenüber. Der Jahresgewinn beläuft sich auf knapp 230 000 Euro, von denen 178 000 Euro der allgemeinen Beitragsrücklage zugeführt werden. 72 000 Euro werden als Eigenkapitalverzinsung der Stadt an den Haushalt der Stadt überwiesen.

Insgesamt nimmt der Betrieb mit dem Schmutzwassergebühren 1,95 Millionen Euro ein, für die Regenwasserentwässerung 435 000 Euro. Größter Gebührenzahler bei der Oberflächenentwässerung ist übrigens die Stadt, die für die versiegelten Flächen ihrer Straßen und Plätze jährlich 168 000 Euro zu zahlen hat. Ausgegeben wird das Geld für Roh- und Betriebsstoffe wie etwa Strom oder Chemie (373 000 Euro), bezogene Leistungen (676 000 Euro), Löhne und Gehälter (430 000 Euro für zwölf Mitarbeiter) oder Zinsen (372 000 Euro).

Im Vermögensplan, in dem die Investitionen aufgeführt sind, ist der Faulturm der größte Brocken (2,51 Millionen Euro). 220 000 Euro sind für neue Schmutz- und Regenwasserkanäle im zweiten Abschnitt der Sanierung der Bahnhofstraße verankert, weitere 105 000 Euro fließen in die Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Hinterm Eichholz“. 110 000 Euro werden – wie jedes Jahr – in die Sanierung von Schmutz- und Regenwasserkanälen gesteckt, die Erneuerung des Kieswegs in Berenbusch nimmt der Abwasserbetrieb zum Anlass, dort die Schmutz- und Regenwasseranschlüsse zu erneuern. Insgesamt werden knapp 3,8 Millionen Euro ausgegeben.

Der gesamte Finanzbedarf beläuft sich auf 4,66 Millionen Euro. Nach Abzug von Abschreibungen (615 000 Euro), Zuschuss für die Kläranlage (eine Million Euro) und dem Zugang von Bauzuschüssen (180 000 Euro) besteht eine Lücke von rund 2,8 Millionen Euro, die durch die Aufnahme eines Neudarlehens geschlossen wird.




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