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Fehlalarme „sehr unerfreulich“

Feuerwehr Müsingen rückt sieben Mal vergeblich aus

MÜSINGEN. Oberfeuerwehrmann Heinz Harting hat der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Müsingen zu einem besonderen Moment verholfen. „Heinz ist unser Kamerad mit der längsten Dienstzeit, auf ihn können wir wirklich stolz sein“, hielt Ortsbrandmeister Tobias Rüthemann fest, als er dem jetzt 88-Jährigen einen Tag vor seinem Geburtstag die entsprechende Ehrenurkunde überreichte.

veröffentlicht am 03.02.2019 um 14:52 Uhr
aktualisiert am 03.02.2019 um 18:00 Uhr

Tobias Rüthemann (rechts) würdigt die Verdienste von Heinz Harting. Fotos: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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70 Jahre im Dienst der Feuerwehr stellten ohne Frage ein außerordentliches Engagement dar, meinte der Ortsbrandmeister, der zudem Hannelore Becker für 40 Jahre fördernde Mitgliedschaft auszeichnete. Dirk Dehne würdigte als Vertreter der Kreisfeuerwehr die Verdienste von Dieter Bruns, der den Müsinger Kameraden seit vier Jahrzehnten als Aktiver zur Seite steht. Oliver Liese, der den erkrankten Stadtbrandmeister Marko Bruckmann vertrat, beförderte Tobias Rüthemann zum Brandmeister.

Dieser legte in seinem Jahresbericht dar, dass die Ortswehr im zurückliegenden Jahr insgesamt mehr als 1500 Dienststunden geleistet habe. Der größte Teil der 230 Einsatzstunden entfiel auf den Großbrand der in der Kreuzbreite angesiedelten Firma „Pinta“. Alles in allem zählte der Ortsbrandmeister 19 Alarmierungen – acht mehr als im Vorjahreszeitraum. „Allerdings sind wir sieben Mal aufgrund von Fehlalarmen ausgerückt“, erklärte Rüthemann.

Melanie Rüthemann absolvierte 47 der 50 organisierten Dienste und erhielt dafür ein Anerkennungsgeschenk des Ortsbrandmeisters.

Dirk Dehne (links) zeichnet Dieter Bruns aus.

Besondere Erwähnung fanden zudem sechs gemeinsam mit den Wehren Bergdorf und Scheie absolvierte Zugdienste, eine Einsatzübung auf dem Areal der früheren „Fränkischen Rohrwerke“ und mehrere kameradschaftliche Aktivitäten.

„Überdies haben wir 2018 den Dienstsport wieder eingeführt, von April bis Oktober standen regelmäßig Laufen, Radfahren und Schwimmen auf dem Programm“, berichtete Rüthemann.

Mehrere Grußredner griffen die Thematik der Fehlalarmierungen auf. „Sehr unerfreulich“, meinte Cord Siekmeier, der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses des Stadtrates. „Hier läuft es rund“, gab Dirk Dehne mit Blick auf die Gesamtsituation in Müsingen zu verstehen.

Ortsvorsteherin Marita Döhler kündigte an, sich durch die Ansprache von Neubürgern um Verstärkung für die Nachwuchsabteilungen kümmern zu wollen. „Schön, dass hier alle Abteilungen besetzt sind, ein tolles Bild“, lobte Bückeburgs stellvertretender Bürgermeister Horst Schwarze.

Über die Aktivitäten der Untergliederungen setzten Manfred Mistereck (Altersabteilung), Harald Bagats (Schießabteilung), Melanie Rüthemann (Jugendfeuerwehr) und Julia Ahrens (Kinderfeuerwehr) die Versammlung in Kenntnis.

„Macht weiter wie bisher“, ermunterte Ortsvorsteherin Marita Döhler die Berichterstatter.




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