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Notfall- und Einsatzpläne bei Heli-Absturz

Folgen von Fasern

BÜCKEBURG. Die verwendeten Materialien beim Bau von Flugzeugen oder Hubschraubern werden immer moderner und insbesondere leichter, aber auch nicht ungefährlicher. Vielfach werden beim Bau der Fluggeräte Materialien verwendet, die im Brandfall hochgefährliche und krebserregende Fasern freisetzen.

veröffentlicht am 10.06.2016 um 11:33 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:41 Uhr

Angesichts der Nähe zum Flugplatz Bückeburg müssten die Feuerwehren entsprechend vorgewarnt und vorbereitet sein, mahnte Ratsherr Raimund Leonhard (Bürger für Bückeburg) und selbst lange Jahre aktiver Pilot an der ehemaligen Heeresfliegerwaffenschule, in der jüngsten Sitzung des Feuerschutzausschusses der Stadt Bückeburg an. Der Absturz eines Kampfhubschraubers „Tiger“ vor rund zwei Jahren in den bayrischen Alpen habe gezeigt, dass die Feuerwehr nur unter Vollschutz und Atemschutz an die Brandstelle gelangen und löschen durfte, so Leonhard. Anschließend habe es noch Monate gedauert, bis die Absturzstelle dekontaminiert war. Es gelte, Notfall- und Einsatzpläne in Abstimmung mit der Bundeswehr und der Flughafen-Feuerwehr Achum zu erstellen.

Wie der stellvertretende Stadtbrandmeister Tomas Wimmer, selbst Mitglied der Flugplatz-Feuerwehr, berichtete, sei die Gefährlichkeit dieser Stoffe eines der Hauptthemen bei den Ausbildungen der Flugplatz-Feuerwehr: „Wir dürfen nur mit Spezialfiltern und unter Komplettschutz löschen.“ Selbst bei einer „harten Landung“ – wenn ein Hubschrauber aus einem oder zwei Meter Höhe zu hart aufsetzt – seien diese Schutzmaßnahmen bereits Vorschrift. Bei den Übungsdiensten der Feuerwehren Bergdorf und Meinsen-Warber-Achum sei das Thema Flugzeugbrand bereits angesprochen worden. rc




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