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Vertreterversammlung der Volksbank in Schaumburg erhöht Aufsichtsratsbudget

Freude über acht Prozent Dividende

Bückeburg. Die Vertreterversammlung der Volksbank in Schaumburg, also quasi die Eigentümer, hat einstimmig die Ausschüttung einer Dividende von sechs Prozent und einer Sonderdividende von zwei Prozent zugestimmt. Mit der Sonderdividende wurde der Erfolg im Wirtschaftsjahr 2012 belohnt, wo die Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme von 992 Millionen Euro fast die Milliardengrenze geknackt hätte. Allerdings seien 2012 Sondereffekte wie etwa außerordentliche Erträge aus Eigeneinlagen zu verzeichnen gewesen, die rund elf Millionen Euro zusätzlich eingebracht hätten, sagte Vorstand Joachim Schorling in seinem Jahresbericht. 2013 erwarte die Bank ein „gutes und solides Jahr“.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

27. Juni 2013 00:00 Uhr

Bückeburg. Die Vertreterversammlung der Volksbank in Schaumburg, also quasi die Eigentümer, hat einstimmig die Ausschüttung einer Dividende von sechs Prozent und einer Sonderdividende von zwei Prozent zugestimmt. Mit der Sonderdividende wurde der Erfolg im Wirtschaftsjahr 2012 belohnt, wo die Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme von 992 Millionen Euro fast die Milliardengrenze geknackt hätte. Allerdings seien 2012 Sondereffekte wie etwa außerordentliche Erträge aus Eigeneinlagen zu verzeichnen gewesen, die rund elf Millionen Euro zusätzlich eingebracht hätten, sagte Vorstand Joachim Schorling in seinem Jahresbericht. 2013 erwarte die Bank ein „gutes und solides Jahr“.

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2012 sei ein „Top-Ergebnis“ erreicht worden, so Schorling vor 350 Vertretern und Gästen im bis auf den letzten Platz besetzen Rathaussaal. Die Kundeneinlagen stiegen auf 704 Millionen Euro (Vorjahr: 622 Millionen Euro, plus 13 Prozent), die der vergebenen Kundenkredite auf 643 Millionen Euro (Vorjahr: 588, plus 9,4 Prozent). Am Ende steht ein Bilanzgewinn von 1.5 Millionen Euro Schorling: „Damit sind wir sehr zufrieden, topp.“

Die Bank habe genügend Eigenkapital, um die gestiegenen oder noch zu erwartenden Anforderungen in Zeiten der Bankenregulierung zu erfüllen, sagte Schorling. Deren Konsequenzen hätten auch die Genossenschaftsbanken mitzutragen, auch wenn die Finanzkrise von den Großbanken verursacht worden ist. Richtlinien, auf die sich alle Banken einzustellen haben und die „Geld kosten“. Das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken mit seinem Bezug zur Region habe sich in der Finanzkrise bewährt: „Wir richten uns an den Bedürfnissen von Kunden und den Eigentümern aus.“ Das Genossenschaftsmodell dürfe durch Regelungen auf EU-Ebene nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Die Ausschüttung einer festen Dividende wird ab 2014 der Vergangenheit angehören. Die Vertreterversammlung votierte mit knapper Dreiviertel-Mehrheit für eine Satzungsänderung, mit der ein Bonussystem eingeführt werden kann. Als Basisdividende werden künftig zwei Prozent ausgezahlt. Je nach dem, welche Leistungen das Mitglied in Anspruch nimmt, können Bonuspunkte gesammelt werden. Schlussendlich kann die Bonusdividende auf bis zu zehn Prozent steigen.

Joachim Schorling

42 Gegenstimmen von insgesamt 174 Vertretern erhielt der Vorschlag von Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Dr. Uwe Homeyer und dem Vorstand, das Vergütungsbudget um rund 140 Prozent auf fast 75 000 Euro oder 0,075 Promille der Bilanzsumme zu erhöhen. Die Aufwendungen seien das letzte Mal vor zehn Jahren angepasst worden, der Zeitaufwand und die Anforderungen deutlich komplexer geworden, argumentierte Schorling. Darin enthalten seien Aufwendungen für Fahrten oder aber auch erforderliche Weiterbildungen. „Wir bewegen uns im Rahmen vergleichbarer Volksbanken.“ Argumente, die nicht unbedingt auf Gegenliebe in der Versammlung stießen. „Ehrenamt habe ich mir anders vorgestellt“, so ein Mitglied. Dagegen ein anderes Mitglied: Man unterhalte sich über 150 Euro monatlich: „Das sind Peanuts, wenn wir einen qualifizierten Aufsichtsrat haben wollen.“

Mit 115 Stimmen deutlich abgelehnt wurde der Vorschlag, die Wahlordnung für die Vertreterversammlung von dem Bezirks- auf das Listenverfahren umzustellen – so wie es fast alle Volksbanken machen. Für den Vorstand hätte dies eine Erleichterung bedeutet. Die Mitglieder waren dagegen der Meinung, dass die Vertreter wie bisher in den Ortsversammlungen gewählt werden sollen.rc