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Auf nach Frankreich!

Freundeskreises Bückeburg-Sablé besucht die Partnerstadt

BÜCKEBURG/SABLÉ. Zu einem Besuch bei den Freunden in der französischen Partnerstadt Sablé machten sich vor Kurzem zahlreiche Bückeburger für ein verlängertes Wochenende auf.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 13:51 Uhr
aktualisiert am 21.06.2017 um 16:32 Uhr

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Es ging vom Neumarktplatz los nach Sablé. Die Stadt Bückeburg hatte einen sehr komfortablen Bus gechartert. Die Reisenden an Bord, bestehend aus Vertretern von Rat, Verwaltung, Feuerwehr, anderen Vereinen und 22 Mitgliedern des Vereins „Freundeskreis Bückeburg-Sablé“, wurden angeführt von Bürgermeister Reiner Brombach. Wegen der offenbar unvermeidlichen Staus bei Paris erreichte der Bus das Ziel Sablé-sur-Sarthe erst am Folgetag gegen 13 Uhr – nach 15 Stunden.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Marc Joulaud wurden die Reisenden auf ihre Quartiere verteilt. Die Mitglieder des Freundeskreises kamen wie üblich bei ihren oft schon viele Jahre lang bekannten Partnerfamilien unter. In einigen Fällen treffen sich jetzt schon Vereinsmitglieder in der dritten Generation.

Nach meist mehrgängigen Mittagsmenüs in den Gastfamilien waren die Anstrengungen der Reise schnell vergessen. Am Nachmittag erwartete die Besucher ein geführter Rundgang durch die wunderbar restaurierte und mit vielen Blumenkübeln geschmückte Altstadt von Sablé. Dabei ergaben sich viele romantische Ausblicke auf den kleinen Fluss Sarthe und seine Nebenarme sowie das Nebenflüsschen Erve und das Schloss. Auch die Trainingsstrecke des Kanu-Clubs von Sablé wurde angeschaut.

Am Ende des Rundgangs erwartete die Reiseteilnehmer ein grandioses Orgelkonzert in der Kirche Notre Dame de Sablé, ausgeführt vom Organisten Jean-Marie Marquiset, einem Mitglied des Partnervereins „Amis de Bückeburg“. Beschlossen wurde der Abend in den Familien, zum Teil zusammen mit anderen Reisenden, um bessere Gesprächsmöglichkeiten für alle Beteiligten zu bieten – auf Deutsch, auf Französisch und manchmal auch auf Englisch.

Am nächsten Tag überraschten die „Amis de Bückeburg“ mit einem Tagesausflug nach Le Mans. Erstes Ziel war das dazugehörige Automobilmuseum. Aktuelle und historische Rennwagen des berühmten Sportwagenrennens sind dort ausgestellt sowie eine große Anzahl von Straßenautos aus allen Zeitepochen seit etwa 1890. Danach ging die Fahrt mit dem Bus auf die Rundstrecke des 24-Stunden-Rennens von Le Mans. Die Teilnehmer konnten die „Schikanen“ mit ihren großen Reifenstapeln, Schotterbetten, Stahlfangnetzen und anderen Sicherheitsmaßnahmen bestaunen.

Nach einem leckeren Mittagessen im mit vielen Rennfahrerutensilien dekorierten Restaurant „Le Casquet“ (zu deutsch: „Der Sturzhelm“) erfolgte eine geführte Besichtigung der Altstadt von Le Mans mit ihren gut erhaltenen Bauten aus dem Mittelalter und der Römerzeit und der Kathedrale Saint Julien. Petrus meinte es sehr gut mit den Bückeburgern – die Sonne schien, die Temperatur von über 30 Grad sowie das Marschieren über das holprige Kopfsteinpflaster und die vielen Treppen der schönen Altstadt ließen die Rückfahrt mit dem Bus nach Sablé zur wahren Erholung werden.

Wieder fit geworden, traf man sich am Abend in der Sporthalle „George Mention“ zu einem großen deutsch-französischen Abend bei Speis‘ und Trank zu Musette-Musik. Nach Ansprachen der Bürgermeister von Sablé und Bückeburg überreicht die Vorsitzende des Freundeskreises, Andrea Tiedemann-Malek, Geschenke an Marc Joulaud, den Bürgermeister von Sablé, als Dank für die Förderung der Partnerschaft.

Die folgende Nacht war kurz wie üblich; am Samstagvormittag fand im Hochzeitssaal des Rathauses von Sablé ein Festakt statt, mit Unterzeichnung einer Urkunde zur Verlängerung der Partnerschaft durch die beiden Bürgermeister. Die Wahl des Hochzeitssaals wurde von allen Teilnehmern als besonders passend für die Verlängerung der Partnerschaft zwischen zwei Städten empfunden.

Zur Freude aller konnten auch Jean Pinon, einer der „Väter“ der Partnerschaft vor 50 Jahren, sowie Madame Le Theule, die Schwester des damals amtierenden Bürgermeisters Joël Le Theule, an der Feier teilnehmen. Beim anschließenden inoffiziellen Teil wurden dann bei der Einnahme von Fingerfood und Aperitifs muntere Gespräche geführt über Erlebnisse in den Anfangsjahren der Partnerschaft und die Planung von zukünftigen Treffen.

Der Nachmittag war dann zur freien Verfügung mit den gastgebenden Familien, bevor die „Amis de Bückeburg“ die Bückeburger zum Abschiedsabend in das Restaurant „Le Camélia“ nach Ruillé-Froid-Fonds, einem kleinen Ort in der Nähe von Sablé, entführten. Bei einem hervorragenden viergängigen Menü und den dazu passenden Getränken und einem bejubelten Unterhaltungsprogramm ging die Stimmung hoch.

So darf es nicht verwundern, dass alle sich auf das Treffen im nächsten Jahr über Himmelfahrt in Bückeburg freuen, denn traditionell wird am Abschiedsabend die Einladung für das kommende Jahr in der anderen Stadt ausgesprochen.

Nach einer kurzen Nachtruhe und einem tränenreichen Abschied von den Gastgebern mit vielen, vielen Küsschen erfolgte dann die Abfahrt von Sablé. Der Verkehr auf dem Pariser Autobahnring war diesmal nicht ganz so garstig, sodass die Reisenden Bückeburg schon nach 13 Stunden Fahrt erreichten – müde, aber glücklich und mit vielen Geschenken und Rezepten für leckere, leichte Speisen versehen.




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