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Musical „Nehemia“ findet im Rathaussaal großen Anklang beim Publikum

„Gemeinsam schaffen wir’s“

Bückeburg. Großen Anklang hat das im Bückeburger Rathaussaal aufgeführte Musical „Nehemia“ gefunden. 70 junge Sänger, Darsteller und Musiker des christlichen Jugendprojektes „Adonia“ inszenierten dabei die biblische Geschichte von Nehemia, der es als babylonischer Jude am persischen Königshof von Artaxerxes I. zum Würdenträger bringt, dann jedoch zurück in die Heimat geht, um als Statthalter für den Wiederaufbau der Stadtmauer von Jerusalem zu sorgen. „Gemeinsam schaffen wir’s“ stand als Motto unter dem Stück.

veröffentlicht am 08.04.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:22 Uhr

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Eingeladen zu der Aufführung in den Rathaussaal hatte den Projektchor die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Bückeburg. „Herzlich willkommen auf dieser größten Baustelle Bückeburgs“, begrüßte Karl-Heinz Hövermann, Gründer einer Adonia-Elterninitiative aus Bückeburg, die Anwesenden im Rathaussaal. Gemeint war jedoch keine reale Baustelle, sondern das Bauvorhaben, um das es sich zentral in dem Stück „Nehemia“ dreht: die Wiedererrichtung der Stadtmauer Jerusalems. Hövermann dankte ausdrücklich allen beteiligten Helfern und Organisatoren für das Zustandekommen des Gastspiels, insbesondere der Stadt Bückeburg sowie den Pächtern des Ratskellers.

Mit einer Mixtur aus ebenso humorvollen wie abwechslungsreichen und kurzweiligen Spielszenen zwischen den Gesangs- und Tanzeinlagen ließen die 70 Adonia-Akteure das biblische Geschehen aus dem Buch Esra Gestalt werden. Die Rahmenhandlung bildete dabei das Einstudieren genau dieses Stückes durch eine Schulklasse, die zum Auftakt von ihrer Klassenlehrerin mit Textbögen, Kostümen und Requisiten ausgestattet wird. Und dabei selbst auch einmal etwas Disziplin zu lernen hat: So muss der Hauptdarsteller des Nehemia mehrmals von seiner Klassenlehrerin zur Ordnung gerufen werden, weil er die Dialoge – unter anderem mit seinen beiden höfischen Ankleiderinnen – allzu flapsig daherspricht. Doch schnell wird die Stimmung sehr nachdenklich, als dann in der eigentlichen Handlung um Nehemia, also dem Stück im Stück, die Hauptfigur von einem Verwandten erfährt, wie schlecht es um die Bevölkerung in der Heimat Jerusalem steht, die nach der Zerstörung der Stadtmauern unter Hunger, Armut, Feinden, wilden Tieren und Versklavung durch Abtrünnige des eigenen Volks leiden muss. Und Nehemia beschließt, etwas zu unternehmen: Die Stadtmauer muss wieder aufgebaut werden. Nehemia ist überzeugt: Mit Gottes Hilfe und wenn alle mit anpacken, wird die ferne Illusion Wirklichkeit. Den musikalischen Rahmen lieferte bei der Aufführung eine siebenköpfige Liveband, die ihren Kollegen auf der Bühne an Spielfreude und Einsatz in nichts nachstanden. Das Publikum dankte es dem Ensemble am Ende mit lang anhaltendem Applaus.




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