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„Reverend Gregory M. Kelly & the Best of Harlem Gospel“ in der Stadtkirche

Gospelgesang als Viel-Spaß-Musik

BÜCKEBURG. Zu einem erquickenden musikalischen Jahresauftakt hat die Formation „Reverend Gregory M. Kelly & the Best of Harlem Gospel“ ihrem Publikum verholfen. Die Zuhörer in der gut besuchten Stadtkirche erlebten ein Konzert, das sowohl mit ergreifenden und nachdenklich stimmenden, vor allem aber mit erheiternden und ausgelassenen Passagen gefiel.

veröffentlicht am 03.01.2019 um 12:36 Uhr
aktualisiert am 03.01.2019 um 18:30 Uhr

Die Formation „Reverend Gregory M. Kelly & the Best of Harlem Gospel“ zieht das Stadtkirchen-Publikum in ihren Bann. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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Im abgedunkelten und zumeist lediglich im Altarbereich dezent ausgeleuchteten Gotteshaus traten neun Frauen und Männer auf, die Gospelgesang nicht als musikalische Show-Einlage, sondern als Bestandteil einer Messe verstanden, die aus vollem Herzen, mit ausgezeichneten Stimmen sowie instrumental von zwei (mitsingenden) Keyboardern und einem Schlagzeuger begleitet zelebriert wird.

„Gospel ist Viel-Spaß-Musik“, erläuterte Reverend Kelly, als er die Zuhörer bei „He’s Got the Whole World in His Hand“ und „Nobody Knows the Trouble I Have Seen but Jesus“ aufforderte, die Darbietungen nicht nur sitzend zu verfolgen, sondern sich tanzend, singend und klatschend einzubringen. Ein Stück später erreichte die Stimmung beim von rhythmischen Applaus begleiteten „When the Saints Go Marching In“ einen ersten Höhepunkt.

Spätestens bei „The Battle of Jericho“ wurde das Auditorium der Außergewöhnlichkeit des Gastspiels gewahr. „Wir machen jetzt einen Contest zwischen Damen- und Herrenkapelle“, legte Hochwürden Kelly dar. Der Gesangswettstreit endete ebenso wie ein formationsinterner Female/ Male-Vergleich mit geringen Vorteilen für die weibliche Fraktion.

Grammy-Preisträger Gregory M. Kelly agiert bisweilen im Hintergrund. Foto: bus

Zu den ergreifenden Momenten zählten Interpretationen von „Sometimes I Feel Like a Motherless Child“ und „Kumbaya“. Geradezu bombastisch geriet das auch als „When Israel Was in Egypt’s Land“ und „Let My People Go“ bekannte Negro-Spiritual „Go Down Moses“. Hier wechselte einer der beiden Keyboardspieler an die Janke-Orgel und zog sprichwörtlich alle Register des Stadtkircheninstruments.

Dass gegen Ende des Konzerts auch Weihnachtslieder – inklusive „We Wish You A Merry Christmas“ – auf dem Programm von „Reverend Gregory M. Kelly & the Best of Harlem Gospel“ standen, rief noch einmal eine Portion Sonderapplaus hervor.

Der mitsingend dirigierende und bisweilen im Hintergrund agierende Gregory M. Kelly ist Grammy-Preisträger und hat mit Musikgrößen wie Stevie Wonder und Diana Ross zusammengearbeitet. Zu den auch als Solisten brillierenden Chormitgliedern zählten Reverend Dr. Charles R. Lyies, Timothy Riley, Travis L. Aadretvs, Steven McCaster, Tiffany Maryin-Woodside, Dominique Smith, Michelle Andrews-White und Tiffany Mosley. Letztere hatte den Abend mit einem herzbewegenden „The Lord’s Prayer“ beginnen lassen.




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