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Musikschule: Meisterkurs der „Richard Sahla Gesellschaft“ glänzt auf hohem Niveau

Großartiges Abschiedskonzert

Bückeburg. Schöne Stimmen und ein anspruchsvolles Programm: Mit einem hochklassigen Abschlusskonzert hat sich der Meisterkurs 2016 der „Richard Sahla Gesellschaft“ aus Bückeburg verabschiedet. Arien von Wagner, Schumann oder Mozart luden dazu ein, die Augen zu schließen und zu träumen.

veröffentlicht am 03.04.2016 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

03. April 2016 15:39 Uhr

Bückeburg. Schöne Stimmen und ein anspruchsvolles Programm: Mit einem hochklassigen Abschlusskonzert hat sich der Meisterkurs 2016 der „Richard Sahla Gesellschaft“ aus Bückeburg verabschiedet. Arien von Wagner, Schumann oder Mozart luden dazu ein, die Augen zu schließen und zu träumen.

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Eine Woche lang hatten die elf Sängerinnen und Sänger geübt – dann endlich war es so weit. Das Abschiedskonzert im Konzertsaal der Musikschule zeigte noch einmal das hohe Niveau des von Prof. Charlotte Lehmann angeleiteten Kurses. Vom Tenor bis hin zum Sopran war an diesem Abend alles vertreten, das Programm reichte von Schumann über Brahms bis hin zu Wagner. Es waren dann vor allem Arien und Lieder, die die Schüler vortrugen – teilweise durchaus hochklassig wie sich schnell zeigte. Brillant vor allem: die junge Ewelina Moskal, eine Mezzosopranistin, die „L’amero, saro costante“, eine der schönsten Arien von Wolfgang Amadeus Mozart, vortrug (aus „Il Re Pastore“). Moskals schlanke Tongebung, ihr weiches, zartes und doch tragendes Piano, ihre Fähigkeit, die Stimme in weit gespannten Phrasen glanzvoll wirken zu lassen – ein echter Genuss! Moskal wird es sicher noch weit bringen. Oder: Susan Sebrini, die „Immer leiser wird mein Schlummer“, ein Lied von Johannes Brahms, zu Gehör brachte. Berührend zart und elegisch, klangvoll und ruhig strömend trat das Talent der Mezzosopranistin deutlich zutage. Fast schlafwandelnd sicher saß jeder Ton, jede Expression. Viel Mut besaß Sonja Catalano, die das oft gehörte „Weiche, Wotan, weiche“ von Richard Wagner mitgebracht hatte. Insgesamt ein stimmgewaltiger, dramatischer Auftritt – die lauten Warnrufe (aus „Rheingold“) klangen noch lange nach. Ebenfalls gelungen: der Massenet-Vortrag von Ann Juliette Schindewolf. Die „Arie der Charlotte“ meisterte sie in weit gespannten Phrasen – helle und dunkle Farben subtil mischend. Schindewolf verfügt über einen in sämtlichen Registern voluminösen, ausdrucksstarken und sehr präsenten Mezzosopran. Weshalb ihre „Charlotte“ auch ohne die großen, heftigen Bewegungen zum Ausdruck innerer Erregtheit auskommt. Den Schlusspunkt bildete dann Michael Rapke mit einem innigen „Gott sei gnädig“ (aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy). Dafür gab es zu Recht viel Applaus. Kurzum: ein schönes Konzert, welches das Niveau des Meisterkurses schön illustrierte. Die weltweit bekannte Dozentin, Prof. Charlotte Lehmann, hat hier in sechs Tagen großartiges geleistet. Ihr Ziel – „Den Teilnehmern helfen, ihre eigene Stimme zu entdecken“ – dürfte sie vollauf erreicht haben.

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