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WGN-Ratsherr: Illegale Entsorgung nimmt zu

Hat Horsten ein Müllproblem?

HORSTEN. Im Bad Nenndorfer Ortsteil Horsten hat Ratsherr Henning Dormann (WGN) ein zunehmendes Müllproblem ausgemacht. Schon mehrfach habe er bei seinen Spaziergängen entdeckt, wie Gräben als Müllhalde missbraucht worden seien, klagte er in der jüngsten Stadtratssitzung.

veröffentlicht am 26.06.2016 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:22 Uhr

Zuletzt habe er zwei Umweltsünder – nach seiner Zeugenbeschreibung zwei ältere Damen – beinahe auf frischer Tat ertappt. „Ich bin mit meinem Hund auf dem Feldweg spazieren gegangen, als ich in der Entfernung ein Auto halten sah. Beim Vorbeifahren haben mich die Damen noch nett gegrüßt“, schilderte Dormann die Begegnung.

Dabei habe er sich gewundert, warum die Rücksitzbank des Autos umgeklappt war. Als er seinen Spaziergang fortsetzte, entdeckte Dormann nach rund 50 Metern mehrere blaue Müllsäcke, gefüllt mit Gartenabfällen, die jemand in den angrenzenden Graben geworfen hatte. „Für mich liegt der Verdacht nahe, dass es die beiden Damen waren. Zufällig fährt man dort nicht mit dem Auto hin“, meinte Dormann. Da er sich das Kennzeichen notiert hatte, informierte er die Verwaltung der Samtgemeinde. Ordnungsamtsleiter André Lutz erklärt auf Nachfrage, er habe den Fall an den Landkreis weitergeleitet, der für Verstöße gegen das Abfallgesetz zuständig sei. Dass es in Horsten ein zunehmendes Problem mit illegaler Müllentsorgung gibt, will Lutz aber nicht bestätigen. „Mir ist nicht bekannt, dass dort regelmäßig der Graben als Müllhalde missbraucht wird.“ Dormann hatte dagegen im Rat beklagt, dass er schon mehrfach Müll im Graben entdeckt habe. ber




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