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Jugendliche sollen mitreden

Heimatverein Kleinenbremen plant Dorfwerkstatt und Jugendforum

KLEINENBREMEN. Im Heimatverein Kleinenbremen stehen die Zeichen auf Verjüngung. Geplant ist ein Forum für Kinder und Jugendliche, das zur festen Einrichtung werden soll.

veröffentlicht am 26.04.2019 um 00:00 Uhr

In die Mönkhoffsche Wassermühle soll ein Dorfbüro einziehen, das vor allem den Vereinen als Anlaufstelle dient. Foto: ly

Autor:

Stefan Lyrath
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Das Angebot richtet sich auch an junge Leute, die dem Heimatverein (knapp 300 Mitglieder) nicht angehören. Es soll sich um Themen drehen, die allen unter den Nägeln brennen. „Eines davon könnte ein Treffpunkt für Jugendliche sein“, so Schriftführerin Angelika Heine.

Der Heimatverein schlägt sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Er tut durch zusätzliche Angebote etwas fürs Dorf – und wirbt in Zeiten von Nachwuchsmangel gezielt um jüngere Mitglieder, die später womöglich sogar Vorstandsämter übernehmen.

Zunächst sollen im Jugendforum die speziellen Bedürfnisse und Interessen abgefragt werden. „Jugendarbeit funktioniert nur, wenn Jugendliche mitbestimmen können“, sagt Maren Ackenhausen, die sich im Verein um das Thema „Nachwuchs im Ehrenamt und Jugendarbeit“ kümmert.

„In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass man als Einzelkämpfer nicht allzu weit kommt“, so die studierte Ethnologin, die zurzeit ihre Doktorarbeit schreibt. „Daher soll eine stärkere Vernetzung des Heimatvereins mit Schule, Kirche, Feuerwehr, Schützenverein ,Freie Hand‘, Siedlergemeinschaft und TuS Kleinenbremen stattfinden. Auch die Familien sollen stärker mit einbezogen werden.“ Beim Verteilen der Einladungen zum ersten Jugendforum soll das Netzwerk ebenfalls genutzt werden. Ein Termin für die Auftaktveranstaltung steht noch nicht fest – vielleicht im Herbst.

Geplant ist außerdem eine Dorfwerkstatt, deren Aktive sich ebenfalls regelmäßig treffen. „Initialzündung dafür war die Dorfwerkstatt direkt nach dem „Ikek“-Ortsrundgang vor einem Jahr“, blickt Angelika Heine zurück. „Ikek“ ist die Abkürzung für Integriertes kommunales Entwicklungskonzept. Themen könnten Tourismus, Leerstände, Schule und Kindergarten, die medizinische Versorgung oder eine Dorf-App sein. Die Initiative geht vom Heimatverein aus, dessen Vorstand sich als Veranstalter den Bezirksausschuss wünscht. An der Dorfwerkstatt sollen stets auch junge Leute aus dem Jugendforum teilnehmen.

Zu den Ikek-Projekten gehört die Einrichtung eines Dorfbüros. Im Gespräch ist dafür die Mönkhoffsche Wassermühle neben der Grundschule, die vom Heimatverein betrieben wird. „Dort sollen später vor allem die Anliegen von Vereinen koordiniert werden. Das Dorfbüro wäre eine Anlaufstelle für die bürokratische Abwicklung mit der Stadt“, berichtet Walter Caselitz. Noch unklar sei die Förderung.

Für die Besetzung schwebt Walter Caselitz eine 450-Euro-Kraft vor. Geöffnet sein solle das Dorfbüro mindestens einmal wöchentlich. Als Außenstelle der Stadtverwaltung ist es nicht gedacht.




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