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„Abikalypse ’13“ am Adolfinum

Heiter, schrill und schrecklich

Bückeburg. Den meisten Beifall gab es im bis auf den letzten Platz besetzten Forum des Gymnasiums Adolfinum für die Lehrkräfte, ganz eindeutig. Natürlich nicht für die anwesenden, sondern für ein paar parodierte Pädagogen. Mit Pfiff, Witz und Liebe zum Detail wurde so mancher Lehrkörper von einzelnen Abiturienten des Jahrganges 2013 bis zur Kenntlichkeit imitiert und karikiert, ob es nun um rauchzart gehauchte Tipps für verruchte Kunst ging, um Korrekturhalden, Kopierrekorde, Überforderungsseufzer, Abiturstressgejammer, Hausaufgabenberge, die chemische Unterrichtskeule oder eine Lektion in fast ungebremster Umarmungspädagogik.

veröffentlicht am 08.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:41 Uhr

08. Juni 2013 00:00 Uhr

Bückeburg. Den meisten Beifall gab es im bis auf den letzten Platz besetzten Forum des Gymnasiums Adolfinum für die Lehrkräfte, ganz eindeutig. Natürlich nicht für die anwesenden, sondern für ein paar parodierte Pädagogen. Mit Pfiff, Witz und Liebe zum Detail wurde so mancher Lehrkörper von einzelnen Abiturienten des Jahrganges 2013 bis zur Kenntlichkeit imitiert und karikiert, ob es nun um rauchzart gehauchte Tipps für verruchte Kunst ging, um Korrekturhalden, Kopierrekorde, Überforderungsseufzer, Abiturstressgejammer, Hausaufgabenberge, die chemische Unterrichtskeule oder eine Lektion in fast ungebremster Umarmungspädagogik.

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Was die Akteure an Tanzformationen und Musikbeiträgen auf die Bühne legten, war auch nicht von schlechten Eltern. Wie eine große Kraft gegen die drohende „Abikalypse ’13“ wurde Gemeinschaft herbeigesungen und herausgetanzt – von „People, help the people“ über „Stand by me“ bis zu „Everybody“. Man will Liebe (geben) und bekommt Abiboxtexte, Operatoren und Rohpunkte. Doch es geht auch anders: Jungen tippelten beim „Ausdruckstanz“ in Ballettkleidchen auf Zehenspitzen, nie außer Tritt, Mädchen protzten, motzten und klotzten in der Kluft einer Streetgang herum, immer Halt suchend am Schritt. Und als Höhepunkt vereinigten sich die neuen Geschlechter zum guten alten Tanzduett, gezielte Anmache und gespielte Abwehr inbegriffen. Da wollten Gelächter und Beifall kaum enden, das war wahrlich eine reife Leistung.

Neben Janne Cremer und Anne Janser gaben Juliane Werth, Viktoria Blümel, Karina Runte, Steffen Siegmann und Nicolas Oye dem Abend in musikalischer Hinsicht ein besonderes Gepräge. Aber auch Maic Ciraci, Kevin Ullmann und Kai Schneider wussten als Boygroup die Herzen zu erweichen. Aller Schrecken durch monströs geschminkte Gestalten, parodierte und präsente Lehrer und apokalyptische Steckenpferdreiter schien wie weggefegt, als sich der ganze Jahrgang zum Abisong auf der Bühne versammelte. Kein Wunder, dass sich in ihren „Blick gerichtet nach vorn“ beim Abschied auch ein paar Tränen der Rührung mischten. vhs

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