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Ausgebildete Hündin im Unterricht

Heute kommt Emma! Mit dem Schulhund macht das Lernen Spaß

BÜCKEBURG. An der Grundschule im Petzer Feld ist jeden Donnerstag auch der Schulhund Emma im Einsatz. Die dunkelbraune Labradorhündin gehört der Lehrerin Alexandra Bähr. Die ist überzeugt davon, dass allein schon die Anwesenheit des Tieres in der Klasse für eine freundlichere Lernatmosphäre sorgt.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 00:00 Uhr

Labradorhündin Emma hilft sogar beim Matheunterricht. Foto: gn

Autor:

Gabi Nachstedt
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BÜCKEBURG. An der Grundschule im Petzer Feld ist jeden Donnerstag auch der Schulhund Emma im Einsatz. Die dunkelbraune Labradorhündin gehört der Lehrerin Alexandra Bähr. Diese ist überzeugt davon, dass allein schon die Anwesenheit des Tiers in der Klasse für eine freundlichere Lernatmosphäre sorgt. Emma ist im Mathe-Unterricht der Klasse 2b und im Deutsch-Unterricht in der 4b dabei.

Bähr hat mit ihrer Hündin eine Ausbildung für die Arbeit mit Kindern gemacht, und alle Eltern der Schule haben diesem Projekt zugestimmt.

Für die Kinder ist der Donnerstag immer ein ganz besonderer Tag, denn dann kommt ja Emma. In der Klasse 2b stehen ein Körbchen und eine Hundehütte aus Stoff. Einige Regeln sind abgesprochen: So beschäftigt sich immer nur ein Kind mit dem Hund. In der Klasse wird nicht gerannt, die Ranzen sind geschlossen und hängen am Haken neben den Tischen. Am Ende der Unterrichtsstunde waschen sich alle die Hände, und die Kinder bemühen sich, leise zu sein. Wenn Emma in ihre Hütte geht, möchte sie ihre Ruhe haben. Das müssen alle Schüler respektieren.

An diesem Vormittag ging es im Mathe-Unterricht der 2b um das kleine Einmaleins. Dafür hatte die Lehrerin Schwämme, versehen mit Zahlen, auf dem Teppich ausgelegt. Jeweils ein Kind holte Emma neben sich und gab der Hündin das Kommando: „Bring den Schwamm!“ Anschließend nahm das Kind dem Hund vorsichtig den apportierten Schwamm aus der Schnauze. Mit den Zahlen wurden an der Tafel Aufgaben gelöst. Mit einem Leckerli durften die Schüler den Hund danach belohnen.

Emma ist vom Wesen her überaus freundlich und liebevoll. Das ist die Voraussetzung für den Einsatz in einer Schule sowie die Arbeit mit Kindern. Sie vermittelt durch ihre Anwesenheit in der Klasse eine emotionale Wärme. Sie beruhigt Kinder und vermittelt ihnen Sicherheit, auch wenn etwas noch nicht so gut klappt. Dazu die Lehrerin: „Der Hund urteilt nicht. Er akzeptiert die Kinder, wie sie sind.“

Auch die Körpersprache eines Hundes lernen die Schüler sehr gut kennen. Wenn Emma in ihre Hütte geht, wissen sie, dass es zu laut war. Sofort geht der Lärmpegel runter. Einige Kinder, die Hunden gegenüber sehr zurückhaltend waren und sogar Angst hatten, haben diese durch den Umgang mit Emma verloren. Allerdings wissen sie auch, dass nicht jeder Hund sich so freundlich verhält und sie in der Stadt vorsichtiger gegenüber den Tieren sein sollten.




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