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Kirchengemeinde schlägt Erweiterung ihrer Kindertagesstätte um zwei Gruppen vor / Stadt nicht abgeneigt

Hilft St. Marien mit Plätzen aus?

BÜCKEBURG. Die Katholische Kindertagesstätte St. Marien ist auf Anfrage der Stadt bereit, eine Halbtagsgruppe in eine Übermittags- oder Ganztagsgruppe umzuwandeln. Die Sache hat nur einen Haken. Die Kindertagesstätte wäre dafür zu klein und müsste für einen geschätzten Aufwand von 200 000 bis 250 000 Euro – ohne Einrichtung – umgebaut und erweitert werden. Gleichzeitig schlägt die Einrichtung als Alternative vor, die Kindertagesstätte um zwei Gruppen zu erweitern. Was der Stadt eine Menge helfen würde, die weitere sieben Krippen- und Kindergartengruppen braucht.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 13:49 Uhr

Die Kindertagesstätte St. Marien am Oberwallweg: die Gemeinde schlägt vor, die Einrichtung um zwei Gruppen zu erweitern. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Die Katholische Kindertagesstätte St. Marien ist auf Anfrage der Stadt bereit, eine Halbtagsgruppe in eine Übermittags- oder Ganztagsgruppe umzuwandeln. Die Sache hat nur einen Haken. Die Kindertagesstätte wäre dafür zu klein und müsste für einen geschätzten Aufwand von 200 000 bis 250 000 Euro – ohne Einrichtung – umgebaut und erweitert werden.

Gleichzeitig schlägt die Einrichtung als Alternative vor, die Kindertagesstätte um zwei Gruppen zu erweitern. Dafür müsste ein Nachbar gefragt werden, ob er ein Grundstück zur Verfügung stellen würde. Denn ohne das Grundstück hätte die Einrichtung wegen gesetzlicher Vorgaben nicht mehr genügend Freifläche pro Kind zur Verfügung, die auf 12,5 Quadratmeter je Kind festgelegt ist.

Der Ausschuss für Jugend und Familie war auf seiner jüngsten Sitzung angesichts der Situation, dass die Stadt weitere sieben Krippen- und Kindergartengruppen benötigt, ob des Vorschlags vom Oberwallweg durchaus angetan, eine der Alternativen umzusetzen und beauftragte die Verwaltung, weitere Gespräche zu führen, um weitere Grundlage zu erhalten. Die Ausschussvorsitzende Iris Gnieser (CDU) bezeichnete die Vorschläge als eine „sehr positive Rückmeldung, die gerade zum richtigen Zeitpunkt kommt.“ Zwei weitere Gruppen würden zu einer Entzerrung beitragen. Obwohl selbst im Falle einer Umsetzung von zwei Gruppen die Lösung einen Haken hätte: Die Stadt müsste die Kosten allein tragen, sei es für Erweiterung oder Neubau, denn nach Aussage der Gemeinde beteiligt sich das Bistum Hildesheim nicht mit Zuschüssen am Bau von Kindergärten.

Wie Fachgebietsleiter Christian Schütte im Ausschuss erläuterte, bräuchte der Kindergarten eine neue Ausgabeküche, sollte eine der drei Gruppen mit ihren insgesamt 41 Kindern auf eine Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr umgestellt werden. Dafür müsste die Küche im jetzigen Personal-Besprechungsraum umgesiedelt werden, der wiederum in dem Mehrzweckraum umgesiedelt werden müsste, wo gleichzeitig Platz für einen Elternbesprechungs-/Notfallraum und einen neuen Abstellraum wäre. Die neue Mehrzweckhalle in einer Größe von 60 Quadratmetern müsste angebaut werden. Die Kosten: geschätzt mindestens 200 000 Euro. Soweit Alternative I.

Alternative II sieht nach den Vorschlägen von St. Marien eine Erweiterung um zwei Gruppen entweder durch eine Aufstockung des vorhandenen Gebäudes oder aber auf einem angrenzenden Grundstück vor. Die Möglichkeit einer Aufstockung müsste noch von einem Statiker überprüft werden, sei zudem teuer, da ein Fahrstuhl eingebaut werden müsste. Bei einer Erweiterung auf das Nachbargrundstück müsste er gefragt werden, ob er überhaupt bereit ist, dass Grundstück von knapp 1200 Quadratmetern zu veräußern: „Könnte dies realisiert werden, würde sich die Möglichkeit eröffnen, dort ein bedarfsgerechtes Gebäude mit entsprechenden Spielflächen zu errichten und eine Verbindung unter der Regie der Kita herzustellen.“




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