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Wetterstation der Stadtwerke Hameln misst 32,7 Grad

Hitze im Weserbergland

WESERBERGLAND. Was für ein Saunawetter! Eine brütende Hitze herrschte gestern im Weserbergland. Freibäder und Eisläden hatten Hochkonjunktur. Glücklich konnten sich diejenigen schätzen, die in klimatisierten Räumen saßen.

veröffentlicht am 23.06.2016 um 18:29 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:22 Uhr

Zur Not half auch der auf die höchste Stufe gestellte Ventilator. Zeigte die Wetterstation der Stadtwerke Hamel morgens um sechs Uhr nur 14,3 Grad an, waren es um acht Uhr bereits 20,6 Grad, um 16.30 Uhr den Spitzenwert von 32,7 Grad zu erreichen.

Lange sah es nicht nach Sommer aus, nun ist die heiße Jahreszeit plötzlich und heftig angekommen. Experten warnen vor der Belastung infolge des großen Temperatursprungs. Schon am Wochenende soll die Mini-Hitzewelle allerdings wieder vorbei sein.

Wer mit tropischer Hitze nichts am Hut hat, der wird den gestrigen Tag verflucht und sich selbst vielleicht in die Antarktis gewünscht haben.

Dort herrschen derzeit erfrischende Minustemperaturen von 65 Grad. Doch es geht auch noch kälter – und dafür muss man noch nicht einmal um die Erde reisen. Minus 110 Grad misst das Thermometer in der Kältekammer des Rehazentrums der Deutschen Rentenversicherung in Bad Eilsen. Doch nur so zum Spaß und zur schnellen Abkühlung kann der „überdimensionale Gefrierschrank“ natürlich nicht genutzt werden.

Die Behandlung in der Kältekammer gehört zur Ganzkörper-Kältetherapie und hat eine schmerzlindernde Wirkung. Die Kältekammer wird beispielsweise eingesetzt, um chronisch-entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, Auto-Immunerkrankungen oder Schmerzzustände zu behandeln.

Zunächst verbringen die Patienten 30 Sekunden bei minus 50 Grad in der Vorkammer. Danach folgen bei minus 110 Grad zwei Minuten in der Hauptkammer. Gestern bedeutete das für die Patienten eine Temperaturdifferenz von über 140 Grad. In die Kammer geht es übrigens in Badekleidung. Weil aber Ohren und Hände bei solch extremen Temperaturen besonders gefährdet sind, ist Vorsorge erforderlich. Deshalb gehören Handschuhe und Mütze zur Grundausstattung. Außerdem gibt es einen Mundschutz, damit die kalte Luft nicht direkt in die Atemwege gelangt und diese schädigt. geö/kk




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