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Verein Mehrgenerationenhaus: Warum soll darüber noch diskutiert werden? / CDU: Schutzgebiet erhalten

Hofwiesen als Standort ad acta gelegt

Bückeburg. Der Verein „Mehrgenerationenhaus Bückeburg“ (MGH) hat den Standort in den Hofwiesen aufgegeben. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, mit der Manuela Tarbiat-Wündsch als Projektleiterin jetzt an die Öffentlichkeit getreten ist. Mittlerweile hat sich auch der Bückeburger CDU-Stadtverband in dieser Frage öffentlich positioniert: Auch die Christdemokraten befürworten das Projekt Mehrgenerationenhaus, lehnen jedoch die Hofwiesen als Standort ab.

veröffentlicht am 07.04.2016 um 15:45 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

07. April 2016 15:45 Uhr

Bückeburg. Der Verein „Mehrgenerationenhaus Bückeburg“ (MGH) hat den Standort in den Hofwiesen aufgegeben. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, mit der Manuela Tarbiat-Wündsch als Projektleiterin jetzt an die Öffentlichkeit getreten ist. Mittlerweile hat sich auch der Bückeburger CDU-Stadtverband in dieser Frage öffentlich positioniert: Auch die Christdemokraten befürworten das Projekt Mehrgenerationenhaus, lehnen jedoch die Hofwiesen als Standort ab.

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In ihrem Schreiben nimmt Manuela Tarbiat-Wündsch Bezug auf eine Einladung der Seniorenunion Bückeburg, die für den 3. Mai zu einer Informationsveranstaltung in den Rathaussaal eingeladen hat. Thema des Nachmittages soll der Seniorenunion zufolge das „Für und Wider der Errichtung einer Mehrgenerationenanlage in den heimischen Hofwiesen“ sein. Sehr zur Verwunderung von Frau Tarbiat-Wündsch. „Wir wurden von der CDU-Seniorenunion eingeladen, unser Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen und über Alternativgrundstücke zu sprechen“, schreibt sie in ihrer Pressemitteilung. Erst aus der Presse habe sie erfahren, dass die Seniorenunion offenbar allein über den Standort in den Hofwiesen sprechen wolle.

„Warum soll darüber noch diskutiert werden?“, fragt die MGH-Projektleiterin. Es habe sich doch bereits herumgesprochen, „dass es keine Bebauung in den Hofwiesen geben wird“. Längst sei der Verein „Mehrgenerationenhaus Bückeburg“ auf der Suche nach einem Alternativgrundstück. So sind bereits seit einiger Zeit auf der Homepage des Vereins folgende Sätze zu lesen: „Leider wird für dieses Grundstück kein Baurecht geschaffen. Wir werden nun mit anderen Grundstückseigentümern die Gespräche suchen.“

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Manuela Tarbiat-Wündsch bittet diesbezüglich um etwas Geduld. „Sobald wir ein Grundstück gefunden haben, werden wir das Projekt dann der Öffentlichkeit vorstellen“, schreibt sie in ihrer Pressemitteilung. Es werde auch vom Grundstück abhängen, was darauf verwirklicht werden könne. Daher werde der Verein Mehrgenerationenhaus Bückeburg an der Veranstaltung der Seniorenunion Bückeburg nicht teilnehmen, so die Projektleiterin abschließend, denn: „Die Hofwiesen sind vom Tisch.“

Für Bückeburgs CDU bezog deren Vorsitzender Hermann Kempf jetzt erstmals in der Öffentlichkeit Stellung zu dem Vorhaben: „Es war und ist der Wunsch der Anlieger und Bürger, die Hofwiesen vor weiterer Bebauung zu schützen und dieses Gebiet in der jetzigen Form als Naherholungsgebiet zu erhalten. Die Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes ist nicht zu akzeptieren.“ Dennoch hält die CDU das Konzept eines Mehrgenerationenhauses in Bückeburg nach wie vor für „sinnvoll und wünschenswert“, die darüber hinaus „unsere volle Unterstützung“ verdiene - nur eben nicht an besagtem Standort. Für Vizebürgermeister Peter Kohlmann (CDU) gilt es, jetzt eine „realistische Größe für solch ein Projekt“ zu ermitteln, zumal Bückeburg in den nächsten Jahren beim Fortentwickeln der Flächen von Krankenhaus, Herderschule und Jägerkaserne vor großen städtebaulichen Aufgaben stehe. Kohlmann: „Da muss auch dieses Projekt richtig passen.“