weather-image
23°
×

Herder-Quelle wird von zahlreichen Helfern und schwerem Gerät aufgewertet / Auch Feuerwehr und THW helfen

Im Einsatz für die Geschichte

BÜCKEBURG. Die Vorbereitungen für das 250-jährige Herder-Jubiläum laufen auf Hochtouren. Mit schwerem Gerät und viel Manpower sind Ehrenamtliche und Experten gleichzeitig im Einsatz, um die Herder-Quelle bis zur feierlichen Wiederbelebung im September herzurichten.

veröffentlicht am 14.06.2021 um 15:48 Uhr
aktualisiert am 14.06.2021 um 17:50 Uhr

Leonhard Behmann

Autor

Redakteur zur Autorenseite

Bei den aufwendigen Räumarbeiten werden Mitglieder des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins und der Ortsvereinigung Bergdorf auch von Experten des Schaumburger Baum- und Umweltdienstleisters Uwe Drinkuth, des Bauhofes sowie Helfern des Technischen Hilfswerkes (THW) Bückeburg und der Feuerwehr Bergdorf tatkräftig und unentgeltlich unterstützt. „Jede helfende Hand wird gebraucht“, sagt Gesamtkoordinator Andreas Paul Schöniger vom Heimatverein.

Auch schweres Gerät ist nötig. Maximilian Ovesiek von der Firma Drinkuth beseitigte kürzlich mit einem Kettenbagger einen störenden Baumstumpf aus der Erde. Erst danach konnten Mitglieder der Ortsvereinigung Bergdorf – unter Leitung von Gerd Vogel – die neuen Sitzgelegenheiten an der Herder-Quelle aufstellen. Im Vorfeld hatte die Hofkammer schon große Mengen Holz bewegt und den Grundstein für weitere Maßnahmen geebnet. Auf Bitten von Schöniger hatten Waldarbeiter einen Baumstumpf in etwa zwei Metern Höhe stehen lassen. Der Künstler Alexander Meier aus Möllenbeck schnitzte wenig später gekonnt die ersten Konturen eines Porträts des Dichters, Theologen und Philosophen Johann Gottfried Herder in das Holz. Die Schnitzarbeiten zogen bereits die ersten neugierigen Besucher an. In den kommenden Tagen sollen Helfer von Feuerwehr und THW zudem das Areal rund um die Quelle aufräumen und Stolperfallen beseitigen. Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Bückeburg sollen zudem für einen festen Tritt sorgen – sie werden den Weg zur Quelle neu splitten.

Die Quelle im Harrl war Johann Gottfried Herders Lieblingsort bei seinen Spaziergängen durch den Wald. Er ließ sie mit eine steinernen Einfassung versehen, die im Laufe der Zeit allerdings verfiel. Die heutige Anlage stammt aus neuerer Zeit. Herder war von 1771 bis 1776 als Konsistorialrat und Oberpfarrer in Bückeburg tätig. Im September soll mit verschiedenen Veranstaltungen – unter anderem Kunstausstellungen, der Verleihung des Herder-Preises und einer Tagung – gefeiert werden, dass Herder vor exakt 250 Jahren nach Bückeburg gekommen ist.

Mit schwerem Gerät wird Gehölz mitsamt Ästen und Schlamm aus der Herder-Quelle geholt. Foto: pr.

Der Schaumburg-Lippische Heimatverein hat auf seiner jüngsten Vorstandssitzung zusammen mit dem ehemaligen Pastor Hans-Peter Fiebig über die Gestaltung der Informationstafel beraten und sich über den Termin für die Feier verständigt. Am Samstag, 11. Spetember, um 15 Uhr wird das sanierte Areal rund um die Herderquelle eingeweiht, kündigt der Vereinsvorsitzende Georg Völkel an. Nach Angaben von Kassenwart Karl-Heinz Beister unterstützt die Schaumburger Landschaft mit einer Finanzspritze den Bau einer Informationstafel – sie soll Menschen an der Herderquelle über den Dichter und Denker aufklären und über Herders Stationen und dessen Wirken in Bückeburg informieren.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige