weather-image

Vielfalt als Bereicherung

Interkulturelle Fortbildung im Gemeindehaus der Stadtkirche

BÜCKEBURG. Unterschiede zwischen kollektivistischem und individualistischem Denken sind im Rahmen einer interkulturellen Fortbildungsveranstaltung aufgezeigt worden, die die Koordinierungsstelle „Kaleidoskop“ im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinde organisiert hat.

veröffentlicht am 04.02.2019 um 14:18 Uhr

Gastreferent Martin Schmidt vermittelte den zwei Dutzend Teilnehmern Wissenswertes zum Thema Flüchtlingsarbeit. Foto: bus
bus-neu

Autor

Herbert Busch Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BÜCKEBURG. Die bei der Diakonie Schaumburg-Lippe angesiedelte und von Christa Harms geleitete Stelle trägt mit unterschiedlichen Angeboten zur Vernetzung der ehrenamtlich geleisteten Flüchtlingsarbeit im Landkreis bei. „Deutschland ist ein Einwanderungsland; kulturelle, ethnische, religiöse und sprachliche Vielfalt sind Ausdruck unserer Gesellschaft. Mit uns leben Menschen jedes Alters, jeder Herkunft, jeder Lebensweise, jedes Geschlechts und jedes Berufs“, stellte Harms fest. Diese Vielfalt sei eine enorme Bereicherung, stelle die Gesellschaft aber gleichzeitig vor die Aufgabe, geeignete Strategien und Konzepte zu entwickeln, die die Heterogenität der Gesellschaft berücksichtigen und deren Anerkennung zum Ausdruck bringen.

Der aus Bremen angereiste Gastreferent Martin Schmidt vermittelte den zwei Dutzend Teilnehmern unter anderem, dass die Migrationserfahrungen der Flüchtlinge mit Stress verbunden sind, der deren Familienstrukturen und Geschlechterrollen verändert. „Durch die Trennung von der Großfamilie, die Arbeitslosigkeit und den Statusverlust der Väter, unterschiedliche Bildung und Sprachkompetenzen von Kindern und Eltern, durch das Leben zwischen den Kulturen, durch Diskriminierungserfahrungen sowie durch die Macht- und Hilflosigkeit im Kulturschock erleben die Familien einen ausgeprägten Wandel in ihren Systemen“, legte der Experte dar.

Schmidt, der über umfangreiche Auslandserfahrungen verfügt, gab sein Wissen auch mittels etlicher Grafiken und mehrerer unterschiedlicher Spiele an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter. „Die kostenfreie Fortbildung soll nicht nur lehrreich sein und zum Nachdenken anregen, sondern auch Spaß machen“, erläuterte Harms. Darüber hinaus habe der Referent während der sechsstündigen Zusammenkunft die Wahrnehmung der Teilnehmer geschärft und deren interkulturelle Erfahrungen reflektiert.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare