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Die letzten Schaffensjahre des ehemaligen Bückeburger Bürgermeisters – ein Lebensweg mit einigen offenen Fragen

Karl Wiehes Wirken in Bad Salzuflen

BÜCKEBURG. Wir schreiben das Jahr 1945, es ist der 29. Dezember. Karl Wiehe notiert vor fast genau 75 Jahren in einem Brief an die Hauptkanzlei der Betheler Anstalten: „Wir hoffen, zu Ende Januar wieder Kinder in ‚Bethesda‘ aufnehmen zu können.“ Die Zuständigen suchten dringend Unterkunft für fast 30 Kinder aus deutschen Flüchtlingsfamilien. Die Korrespondenz ist auch in den kommenden Tagen vom Geist des Neuanfangs geprägt.
„Bürgermeister a. D. Wiehe“ heißt es im Briefkopf. Seit Dezember 1937 nimmt der ehemalige Bürgermeister der Stadt Bückeburg in der Kinderheilanstalt „Bethesda“ in Bad Salzuflen die Aufgabe des Verwaltungschefs wahr. Was das für den Juristen bedeutete, der von den Nazis 1936 als „Judenknecht“, wie der NS-Journalist Adolf Manns sich ausdrückte, zwangsweise und endgültig in den Ruhestand geschickt worden war, dürfte kaum bekannt sein. Dabei sind die Archive in Bielefeld bei den Bodelschwinghschen Anstalten und in Detmold bei der evangelischen Lippischen Landeskirche frei zugänglich, bislang sogar zur Corona-Zeit. Wir sind den Spuren gefolgt.

veröffentlicht am 12.01.2021 um 00:00 Uhr

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