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Förderkurs in der Grundschule Am Harrl: Dritt- und Viertklässler betätigen sich als Bildhauer

Kinder meißeln, was die Eisen hergeben

Bückeburg (mig). Wer in diesen Tagen das Untergeschoss der Grundschule Am Harrl besucht, wird dort Zeuge eher ungewohnter Geräusche. Es klopft und hämmert – feiner Steinstaub liegt in der Luft. Ursprung für die handwerklichen Arbeiten ist der im Werkraum beheimatete Förderkurs „Kunst“. Unter Anleitung von Lehrer Karsten Krohn lernen hier zehn Dritt- und Viertklässler, kleine Plastiken herzustellen und ihre Begabungen zu entwickeln.

veröffentlicht am 25.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 03:41 Uhr

Eingerichtet wurde der Förderkurs „Kunst“ vor rund einem halben Jahr. Seitdem sind die Schüler eifrig dabei, sich mit den Bildhauerwerkzeugen vertraut zu machen und ihre Ausstellung zum Ende des Schuljahres vorzubereiten.

„Erst kommt das Spitzeisen zum Einsatz, danach Zahneisen und Flacheisen“, zählt Schülerin Alena Rabe auf – dann wendet sie sich wieder ihrem halb fertigen Pferdekopf zu. Heute gibt die Neunjährige ihrer Plastik die letzten Konturen. „Ich male viel, der Stein wird ein Geschenk an meine Mutter“, sagt sie. Einfach ist das Bildhauern aber nicht. Obwohl das Material – ein Thüsker-Sandstein – eher weich ist, hat sie nach den Stunden oft ein wenig Muskelkater. „Das macht aber gar nichts“, meint sie tapfer, „ich möchte jetzt schnell fertig werden.“

Einen Tisch weiter werkeln Michel David-Kümmel und Clemens Grubert vor sich hin. Michel versucht sich an einem Koalabär, Clemens an einer Schnecke. Beiden Jungkünstlern macht der Kurs ganz offensichtlich viel Freude. „Ich arbeite zum ersten Mal mit Stein und bin überrascht, wie gut das geht“, sagt Michel, und Clemens nickt.

Ein wenig überrascht von der „Qualität der Arbeiten“ ist auch Lehrer Karsten Krohn. Der hat Kunst auf Lehramt studiert und ist somit ein Fachmann in Sachen Steinmetzarbeiten. „Bisher bin ich sehr zufrieden“, sagt er, „die Kinder sind mit viel Engagement dabei.“

Einen Grund für den offenkundigen Erfolg sieht Krohn im Konzept des Förderkurses: „Kinder, die in diesem Bereich begabt sind, soll hier Raum gegeben werden, ihre Begabungen zu entwickeln. Sie sind freiwillig hier.“




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