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Magdalena Ellmer und Mirjam Al Naieb zu Gast in Petzen

Kleine Instrumentenkunde

PETZEN. Pfarrer Heinz Schultheiß wählte deutliche Worte, als er das Flötenkonzert von Magdalena Ellmer und Mirjam Al Naieb in der Kirche St. Cosmas und St. Damian eröffnete: „Für viele sind mit der Flöte nur schlimme Erinnerungen verbunden.“ Von Quälerei war sogar die Rede. Klar, dass die beiden Musikerinnen aus Hannover, die sich vor Jahren auch wegen der Vielfalt für dieses Blasinstrument entschieden, ihre Kunst in ein anderes Licht rücken wollen.

veröffentlicht am 13.05.2019 um 13:31 Uhr
aktualisiert am 13.05.2019 um 17:50 Uhr

Unterhaltsam, anregend und lehrreich: Magdalena Ellmer und Mirjam Al Naieb: Foto: VHS

Autor:

Volkmar Heuer-Strathmann
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PETZEN. Pfarrer Heinz Schultheiß hat bei der Eröffnung des Flötenkonzerts von Magdalena Ellmer und Mirjam Al Naieb in der Kirche St. Cosmas und St. Damian in Petzen deutliche Worte gewählt: „Für viele sind mit der Flöte nur schlimme Erinnerungen verbunden.“ Von Quälerei war sogar die Rede.

Klar, dass die beiden Musikerinnen aus Hannover, die sich vor Jahren auch wegen der Vielfalt für dieses Blasinstrument entschieden, ihre Kunst in ein anderes Licht rücken wollen. Sie zeigten ihren Gästen, wie besinnlich etwa der tiefe Klang des Gemsenhorns anmuten kann, ganz anders als der Vogelgesang einer einfachen C-Flöte nach Schulmanier oder ein edles Stück Bach auf der Alt-Flöte.

Vor dem Altar waren ein paar Renaissance- und Barockflöten aufgereiht. Eine kleine Instrumentenkunde ergänzte das muntere Spiel, das bei einzelnen Melodien aus Spanien, Frankreich und den Niederlanden manchmal wie Zwiesprache wirkt, manchmal wie ein tief gefühltes Bekenntnis. Meist aber geht es heiter zu und frohgemut, wenn das Duo aufspielt, es könnte auch (aus der Reihe) getanzt werden.

Die „Klage des Tristan“ lässt Ellmer am Ende behände die Trommel schlagen, ehe Al Naieb mit ihrer Flöte einsetzt und die gemeinsame Botschaft zum Lauffeuer wird. Das Publikum, darunter einige Kinder, zeigte sich beeindruckt und dankbar, einen Tango mit Pfiff gab‘s noch obendrein, auf dass niemand dächte, die Kunst befreiten Flötenspiels passe nicht mehr in die Zeit von Klingeltönen und Twitter-Gezwitscher.




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